|  | Madagaskar aktuell |
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| Die Ära Ravalomanana in Madagaskar
So geht die Entwicklung in Madagaskar weiter Mai bis Dezember 2003
7. 5. Die Midi berichtet: An seinem zweiten Tag habe der Salon Habitat 2003 einen gewissen Andrang erlebt, was den Beweis liefere, daß trotz der aktuellen Armut der Madagassen einige der Mitbürger sich für den Kauf oder den Bau von modernem Wohnraum interessierten. Eine kleine Wohnung könne man schon ab 20 Millionen FMG bekommen und bei den Häusern könne der Preis bis über eine Milliarde FMG klettern. Im Allgemeinen komme ein m² Wohnraum auf einen Preis zwischen 1 Million FMG und 7 Millionen FMG, je nach Fall. Die Banken beteiligten sich mehr und mehr an der Finanzierung von Wohnraum.
Ab dem heutigen Tag müßten die Fahrzeuge, die im öffentlichen Transport eingesetzt seien, ihre Vorführungen in Analamahitsy vornehmen, wo man bereit sei, die mehreren zehntausend im Transportbereich arbeitenden Fahrzeuge zu empfangen. Die Taxis und Taxi-Be seien am meisten betroffen. Man werde auch die Desinfektion der Fahrzeuge im städtischen Transport vornehmen. Es handle sich um das Versprühen von DDT - oder anderen Desinfektionsmitteln - in den Fahrzeugen, die sich regelmäßig wiederholten. Das ist der Horror und keiner muckt auf, weil keiner Bescheid weiß.
8. 5. Die Midi berichtet: Die Zöllner in Tamatave hätten gestern einen unbefristeten Streik beschlossen. Ein Unternehmer habe gemeint, die Verwaltung müsse schnell eine Lösung finden, damit die Waren nicht in Tamatave blockiert würden. Ihre Aktivitäten seien wieder am Laufen, aber mit einer neuen Blockade riskiere man, daß alles ins Wasser falle. Das Problem sei aber nicht leicht zu lösen, sonst habe das Ministerium schon lange die angemessenen Maßnahmen beschließen können. Müsse man daran erinnern, daß die Zolleinnahmen des Hafens von Tamatave eine Hauptrolle bei den Zolleinnahmen spielten? Die Zolleinnhamen von Tamatave seien im März zum Beispiel über 100 Milliarden FMG gewesen. Von der Seite aus Antaninarenina vernehme man, daß die Zollverwaltung und das Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Haushalt ernsthaft daran arbeiteten, daß die Zollaktivitäten in Tamatave schnellstens wieder aufgenommen würden.
9. 5. Die Midi berichtet: Der Ministerrat unter Leitung des Präsidenten Marc Ravalomanana habe letzten Mittwoch ein Dekret angenommen, welches die Aufhebung der Nominierung des Generaldirektors des Schatzamts betreffe. Es sei keine offizielle Erklärung geliefert worden. Das sei nun schon die dritte Außerdienststellung hoher Verantwortlicher auf Seiten des Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und Haushalt, nach dem Generaldirektor für Zoll und dem Generaldirektor für Steuern.
10. 5. Die Midi berichtet: Bei Edelsteinen werde durch ein Projekt des Energie- und Minenministeriums eine Formalität eingeführt, die das Kommen von ausländischen Unternehmern in diesem Bereich nach Madagaskar regele. Gemäß diesem Projekt, auf das die lokalen Unternehmer warteten, sei jeder ausländische Unternehmer, der nach Madagaskar kommen wolle, um Edelsteine zu kaufen oder im Sektor zu investieren, gehalten, 5000 $ an Devisen mitzubringen, in Bargeld oder per Banküberweisung, bevor er ein Visum bekommen könne. Das System solle erlauben, zu kontrollieren, ob die Leute, die nach Madagaskar kämen, echte Unternehmer seien oder nur einfache Abenteurer, habe man von Seiten des Ministeriums erklärt. Die ausländischen Unternehmer müssten also diese Summe nachweisen, die sie dann in den Kauf von Edelsteinen investieren könnten. Andererseits könne der Fiskus 6% dieser Summe als Avance auf die Exportsteuer einziehen, da jeder ausländische Unternehmer des Bereichs als Exporteur seiner Produkte betrachtet werde. Würden für mehr als 5000 $ Steine gekauft, so müßten sie die Steuer ebenso bezahlen.
Die Express berichtet: Air Madagascar reintegriere sich in die IATA und habe damit einen wichtigen Schritt für die Wiederaufrichtung der Gesellschaft getan. Air Madagascar sei seit dem 4. Mai suspendiert gewesen, aber weiterhin Mitglied geblieben. Das werde eine direkte vorteilhafte Auswirkung auf die Kunden der Gesellschaft haben. Man könne von den Basisdiensten aller regulären Fluggesellschaften weltweit profitieren.
12. 5. Die Midi berichtet: Nach den letzten Informationen habe der tropische Zyklon "Manou", der die Insel Madagaskar im Osten getroffen habe, 11 Tote hinterlassen, wobei 3 Vermißte dabei seien.
Manou sei gegangen, aber das Klima habe viel unter dem Einfluß des Zyklons gelitten. Man habe sich seit drei Tagen im Januar geglaubt, mit einer schwülen Hitze, die es nach der Erinnerung noch nie im Mai gegeben habe. Normalerweise sinke die Temperatur in dieser Periode nach der Regenzeit - um im Juni, Juli die 0° zu streifen.
13. 5. Die Midi berichtet: Bilanz des Zyklons Manou in der Präfektur Vatomandry seien 23 Tote, 4 Verschwundene, 14 Verletzte und 21.938 Obdachlose. 85% der Wohnungen seien zerstört, ebenso seien die angebauten Kulturen überschwemmt worden und 80% seien zerstört.
14. 5. Die Tribune berichtet: In Mahamasina habe eine Grupper junger Leute gestern das Treffen des KMMR buchstäblich zerbrochen. Es habe begonnen, als ein Mitglied des KMMR das Mikrofon auf der Bühne habe nehmen wollen. Man habe alles verwüstet, inklusive Bühne und Blumentöpfe. Ein Punkt habe mehr als einen stutzig gemacht. Die Ordnungskräfte seien im Polizeikommisariat gewesen, hätten aber angesichts der unter ihren Augen begangenen Delikte nicht einmal den kleinen Finger gerührt. Im Fernsehen habe ein Polizist gesagt, da es keine Gesetzesübertretungen gegeben habe, habe man nicht einzugreifen gehabt.
15. 5. Die Midi berichtet: "Angesichts des Verschwindens des französischen Francs zur Einführung des Euro benötigt das madagassische Geld einen neuen Namen, der dem neuen Umfeld mehr angepaßt ist. Daher ist es am einfachsten, auf den ARIARY zurückzukommen, eine von den geltenden Gesetzen akzeptierte Einheit, die besonders im ländlichen Bereich genutzt wird." Das habe der Regierungssprecher zu einem Projekt gesagt, bei dem die Änderung des entsprechenden Artikels eines Gesetzes von 1994 bei einer Regierungssitzung angenommen worden sei.
Ariary, die offizielle Benennung der madagassischen Währung. Man habe darauf schon seit der ersten Mission Ravalomananas in Deutschland gewartet, wo er seinen Aufenthalt mit einem Besuch bei dem Unternehmen für den Banknotendruck Giesheke § Devrient begonnen habe. Außer den Vorteilen der praktischen Art für die Madagassen fände man mit Vergnügen den Austausch der schmutzigen Scheine durch saubere Banknoten guter Qualität. Wenn der Euro aktuell 7000 FMG entspreche, so werde man nach dem Wechsel von einem Euro zu 1400 Ariary sprechen.
16. 5. Die Midi berichtet: Im Stadtteil Ambodirotra sei gestern anläßlich des 120jährigen Vertrags der deutsch-madagassischen Freundschaft die renovierte Deutsche Botschaft eingeweiht worden.
17. 5. Die Midi berichtet: Im Stadtteil Ambodivona sei die Station für Taxi-Brousse gestern zu früher Stunde geschliffen worden. Backsteinhäuser und Kioske aus Holz, alles sei mit Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht worden. Außer den Kooperativen hätten hunderte kleiner Händler, Großhändler, Trödler und Eßstände das Gelände ohne Genehmigung besetzt gehabt. Die Kommune Antananarivo habe die 20 Kooperativen aufgefordert gehabt, bis zum 14. Mai den Ort zu räumen. Diese Frist sei infolge der Entscheidung gesetzt worden, um das Quartier zu sanieren, was öffentlich seit Januar mitgeteilt gewesen sei. Gemäß den kontaktierten Verantwortlichen der Kommune würden die Arbeiten 2 Monate dauern und begännen am Montag. Die Kommune übernehme die Säuberung, die Kanalisation und die Terrassierung, der Wiederaufbau der Schalter falle auf die Kooperativen selbst zurück.
Die Reisernte für die Saison 2002 - 2003 sei gestiegen. Das betreffe im Allgemeinen alle Regionen des Anbaus. Was die Produktion der Provinz Antananarivo betreffe, sei die Ernte des letzten Jahres mit 815.000 Tonnen dieses Jahr mit bis zu 1.100.000 Tonnen übertroffen worden. Und das trotz verspäteter Düngergaben und starker Unwetter. Der Grund für den Anstieg sei die von der Provinz gewährte Hilfe an ihre Bauern gewesen, die in technischem Rahmen gewesen sei und bei der Wasserbewirtschaftung. 32 von 60 vorgesehenen Dämmen seien errichtet worden.
19. 5. Die Midi berichtet: Eingeladener vom Montag: Heinz Peter Behr "Marc Ravalomanana hat die Unterstützung der gesamten Bevölkerung. Es ist falsch, zu sagen, daß die Küstenbevölkerung gegen ihn ist, das ist nicht das, was wir während dem offiziellen Beginn der Arbeiten zum Wiederherstellen der Straßen in Sambava gesehen haben, er ist mit Wärme und Inbrunst empfangen worden. Entgegen den kursierenden Gerüchten denke ich, daß es eine politische Stabilität in Madagaskar gibt.", habe Heinz Peter Behr, seit 2½ Jahren Botschafter von Deutschland in Madagaskar, der im Juni nach Berlin fliegen werde, erklärt. Dieser sympathische Botschafter werde durch Dr. Dieter Zeisler, der am 15 Juli auf madagassischem Boden eintreffen werde, ersetzt. Man könne sagen, daß er während seines Aufenthalts ein positives und dynamisches Bild der Beziehungen zwischen Madagaskar und Deutschland gegeben habe, da er wiederholt die Tätigkeiten der deutschen Kooperation in Madagaskar besucht habe. Behr sei gleichsam für den Kampf gegen die Armut und eine schnelle Entwicklung Madagaskars und schätze die Anstrengungen des aktuellen Regimes. "Die bei der Nationalversammlung erreichte Mehrheit der TIM und ihrer Alliierten garantieren eine politische Stabilität und erlauben den Abgeordneten mit Sicherheit, in ihren Wahlbezirken für die Entwicklung des Landes zu arbeiten. Die Abgeordneten müssen eine entschlossene Haltung haben und sie müssen sich beteiligen, denn es liegt an ihnen, der Bevölkerung zu erklären, was die Entwicklung ist und und welche Mittel man anwenden muß, um sie zu erreichen. Und auf der einen Seite glaube ich, daß es keine organisierte Opposition im Land gibt, es gibt Oppositionelle, die das Regime kritisieren und anschwärzen, aber eine echte Opposition gibt es nicht. Bei der wirtschaftlichen Situation gibt es 2 Aspekte, die hervorgehoben werden sollten. Der Aspekt der Unternehmen und der Aspekt der Beziehungen mit den Finanzpartnern. Für die Unternehmen ist die Wiederaufnahme etwas langsam, aber das wird noch kommen. Ich glaube, daß die richtigen Maßnahmen getroffen worden sind, um die Unternehmen wieder in Schwung zu bringen, aber die Anstrengungen müssen fortgesetzt werden, besonders im Zollbereich. Für den zweiten Aspekt ist der Wille, Madagaskar zu helfen, seit der Konferenz von Paris 2002 bestätigt. Von Deutschland ist der Beitrag um 2 Millionen Euro für 2 Jahre erhöht worden. Während der Krise haben sich zwei Sachen für mich bemerkbar gemacht. Der negative Aspekt ist die Verbissenheit, mit der der alte Präsident seine Niederlage nicht akzeptieren wollte und daher mit unakzeptablen Methoden das Land destabilisiert hat. Aber der positive Aspekt der Krise ist die Entschlossenheit der Madagassen, sich nicht gehenzulassen. Am Morgen, wenn ich die Villa Berlin verließ, habe ich Greise, elegante Frauen, junge Leute gesehen, die auf dem Weg zum Platz des 13. Mai waren, das war eindrücklich. Das war eine Lektion für Afrika und die ganze Welt. Man sollte wissen, daß mit Volkes Willen zu rechnen ist. Das Volk weiß sehr gut, was gerecht ist. Auf jeden Fall war das für Madagaskar ein großer Schritt hin zur Demokratie, die man fortsetzen muß durch Dezentralisierung und die Beachtung des Wahlrechts. Die Ausstellung zum deutsch-madagassischen Freundschaftsvertrag ist tatsächlich sehr interessant. Manche Aspekte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind wenig bekannt in der deutschen und madagassischen Öffentlichkeit, wie die Tatsache des Vertrages selbst oder die Existenz von 10 deutschen Handelshäusern in Madagaskar im 19. Jahrhundert. Im Licht dieser Vergangenheit ist die Zukunft der Beziehungen der beiden Länder positiv. Ein Werkzeug der Kooperation zwischen Deutschland und Madagaskar wird der Experte, der zum Spezialberater des Präsidenten der Republik werden wird, sein. Dieser wird im Juni ankommen und es handelt sich um einen alten Bürgermeister einer Stadt in Bayern und den Leiter der Messe München, der unter den Ordern von Marc Ravalomanana arbeiten wird." Frage der Midi: "Wenn Sie Madagaskar verlassen, welche Erinnerung wird am lebendigsten in Ihrem Herzen bleiben?" "Die gebotene Freundschaft durch die Madagassen. Dieser Charme der Madagassen, Frauen und Männer (lächeln). Das ist ein sehr empfängliches Land und ich habe mich noch nie so zerrissen gefühlt, wie beim Verlassen Madagaskars. Die Nachricht, die ich an die Madagassen übermitteln möchte sei folgende: "Versuchen Sie, Ihre schöne Kultur zu dynamisieren und sie an die Bedürfnisse der modernen Welt anzupassen, um eine schnelle und dauerhafte Entwicklung zu erreichen. Die Kultur ist sehr wichtig und Ihre ist sehr schön - und sie an die moderne Welt anzupassen bedeutet vielleicht, Aspekte, die Hindernisse darstellen könnten, beiseite zu lassen." Also, seien Sie sicher, daß ich wiederkehren werde..."
20. 5. Die Express berichtet: Seit einigen Wochen habe man in den Zeitungen der Hauptstadt lesen können, daß eine aus 30 deutschen Unternehmern bestehende Mission für einen Aufenthalt in Madagaskar vom 22. bis zum 25. Mai vorgesehen sein solle. Nach letzten Neuigkeiten erfahre man, daß nur 2 oder 3 Unternehmer kommen würden. Welches seien die Gründe für diesen Verzicht der deutschen Unternehmer, deren Liste schon aufgestellt gewesen sei? Sei das aufgrund schlechter Organisation wegen Übereilung oder gebe es einen ganz anderen Grund? Jedenfalls sei diese Art "falsche Note" nicht gut für das Bild von Madagaskar im Hinblick auf die internationalen Investoren. Dieses französisch-deutsche Treffen, vom Afrika Verein und seinen madagassischen Kollegen, der Gem und der Fivmpama, sowie mehreren technischen Ministerien organisiert, gehöre in den Rahmen der Werbung ausländischer Investments in Madagaskar. Diese deutschen Unternehmer seien in verschiedenen Bereichen tätig, wie Import von Obst und Gemüse, den Minen, dem Verkauf von Autozubehör und Tpp und dem Tourismus,... Alle klassischen Veranstaltungen, die für solche Treffen vorgesehen seien, seien schon programmiert gewesen: offizieller Arbeitstag im Hilton, in dessen Lauf die Verantwortlichen die günstigen Gelegenheiten, in Madagaskar zu investieren, hätten darlegen können, Firmenbesuche, persönliche Treffen zwischen Unternehmern, Fahrt nach Andasibe,... Angesichts dieses massiven Verzichts habe die madagassische Seite beschlossen, den offiziellen Tag zu streichen und die Interessierten direkte Kontakte herstellen zu lassen.
Die Mineralölgesellschaft Jovenna habe für ihre Tankstellenpächter jetzt eine Gewinnspanne von 50 FMG pro Liter verkauftem Kraftstoff festgesetzt. Diese Anpassung der Margen sei nach langen Verhandlungen zwischen der Firmenleitung und dem Zusammenschluß der Tankstellenpächter zustandegekommen. Demnächst werde man wissen, wie die anderen Firmen sich nun verhalten würden.
23. 5. Die Midi berichtet: Der Afrika-Verein sei der Zusammenschluß der deutschen Unternehmen und Institutionen für den Außenhandel, der ein wirtschaftliches Interesse in den afrikanischen Staaten habe. Seit fast einem Jahrhundert biete er seinen Mitgliedern spezielle Dienste an: aktuelle wirtschaftliche und politische Informationen über die afrikanischen Länder, eine Unterstützung für Unternehmen, die anvisierten, deutsch-afrikanische Wirtschaftsbeziehungen anzuknüpfen, sowie deren Interessenvertretung in Afrika, in Deutschland und in den anderen europäischen Ländern. Heute zähle der Afrika-Verein etwa 450 Mitglieder, unter ihnen die größten deutschen Multinationalen, wie auch kleine und mittelständische Firmen. Auf dem afrikanischen Kontinent erfreue sich der Afrika-Verein sehr guter Beziehungen mit verschiedenen Regierungen sowie mit lokalen Industrieführern, den Handelskammern und anderen Institutionen und Repräsentationen ausländischer Firmen. Ein Antennennetz sei in Afrika eingeführt worden, um die Aktivitäten der deutschen und afrikanischen Partner zu verbinden. Für Europa sei der Afrika-Verein Gründungsmitglied des BCEAM (Business Council Europe-Africa-Mediterranean). In Brüssel ansässig, beteilige sich der BCEAM an der Ausarbeitung einer europäischen Entwicklungspolitik des afrikanischen Kontinents. In Deutschland organisiere der Afrika-Verein regelmäßig Konferenzen über den Handel und über Investitionen genauso, wie über andere Kundgebungen mit afrikanischen Staatschefs, Ministern oder Handelsvereinigungen. Daher sei der Afrika-Verein für die afrikanischen Unternehmen und Institutionen der erstrangige deutsche Partner, um den Weg nach Deutschland und ganz Europa zu öffnen. Quelle sei www.afrikaverein.de.
Das aktuelle Kommen deutscher Unternehmer nach Madagaskar sei nur eine Erkundungsmission. Eine stärkere Delegation werde später kommen. Das habe Hans W. Meier-Ebert, Chef der Delegation der deutschen Unternehmer, erklärt. Die Delegation habe gestern begonnen, verschiedene hohe Verantwortliche des Landes zu treffen. Unter anderen den Minister für Industrialisierung, Handel und Entwicklung des privaten Sektors, Mejamirado Razafimihary, den Minister für Energie und Minen, Rabarison Jaquis und den Tourismusminister, Mahazoasy Roger. Im Lauf dieser verschiedenen Treffen habe die Delegation darauf hingewiesen, daß man den Willen habe, direkt in Madagaskar zu investieren oder Partnerschaften mit madagassischen Unternehmern zu errichten. "Madagaskar ist ein für die Deutschen noch unbekanntes Land, aber wir wissen jetzt, daß die große Insel überquillt mit immensen Potentialen in verschiedenen Bereichen - genauer, im touristischen Bereich" habe Hans W. Meier-Ewert versichert. Hinzufügend, daß die aktuell aus 4 Mitgliedern bestehende Delegation die anderen Mitglieder des Afrika-Vereins die Geschäftsmöglichkeiten werde wissen lassen. Und es sei nicht nur der Tourismus, der in Frage komme, die deutschen Unternehmer zu interessieren, da man während dem Treffen mit dem Minister Mejamirado erklärt habe, bereit zu sein, auch in anderen Industriebereichen zu investieren. Der Minenbereich interessiere sie gleichsam, hätten sie während ihres Treffens mit dem Minister Jacquis Rabarison wissen lassen. Diese deutschen Unternehmer führten ihre Mission heute mit dem Treffen anderer madagassischer Autoritäten fort. Am Wochenende sei der Besuch eines touristischen Ortes des Landes vorgesehen.
26. 5. Die Gazette berichtet: Ein riesiger Brand habe letzten Samstag 15 Lagerhäuser in der Industriezone Forello Tanjombato in Asche gelegt. Die ersten Annahmen gingen von mehr als 100 Milliarden FMG Schaden aus, während einmal mehr sich tausende von Personen in der Arbeitslosigkeit fänden. 8 Unternehmen hätten sich die Örtlichkeiten geteilt gehabt, die als Lager oder als Büro gedient hätten. Unter den Schäden könne man die Freihandelszonenfirma Azur nennen, die alle ihre Industriemaschinen verloren habe und einen Imoprteur, der 2000 Tonnen Zucker und Mehl, die total vernichtet seien. Ein großer Laden auf der Rue de lŽIndépendance, der bekannt sei für seine Elektronikartikel, habe auch die Örtlichkeit genutzt und seine dortigen Waren seien alle zu Asche geworden. Die Feuerwehr habe stundenlang mit den Flammen zu kämpfen gehabt.
Die Midi berichtet: Die Konsumentenpreise seien zwischen März und April laut Instat um 1,3% gefallen.
27. 5. Die Midi berichtet: Madagaskar sei Gegenstand verschiedener Handelsaussetzungen, die vom Komitee für Pflanzen und Tiere der CITES (Konvention über den internationalen Handel der vom aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten) empfohlen worden seien. In der Tat treffe Madagaskar auf Probleme bei der Festsetzung und der Einhaltung von Exportquoten. Für 1993 zum Beispiel habe man eine jährliche Exportquote für Agapornis canus von 3500 lebenden Vögeln festgelegt, was 2001 auf 3200 rduziert worden sei. Aber die Basis der ausgestellten Genehmigungen zeige, daß diese Quote von 1994 bis 2001 weit überstiegen worden sei. Außerdem seien trotzdem weitere Arten in 2002 exportiert worden. 260 Vogelarten habe man in Madagaskar gezählt, 105 davon seien endemisch. Lediglich 4 Arten seien Objekt registrierten Handels: Agapornis canus, Coracopsis nigra, Coracopsis vasa und Foudia madagascariensis. Bei dieser beunruhigenden Situation gebe es nun seit gestern ein Treffen im Hilton zur Reform der Verwaltung des Handels mit der Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Ziel sei es, Empfehlungen für einen Arbeitsplan herauszugeben, der der Generaldirektion für Wasser und Wald als Basis dienen solle.
Die deutschen Unternehmer vom Afrikaverein sind mit einem nicht sehr beruhigenden Eindruck vom madagassischen privaten Sektor zurückgekehrt. Diese Deutschen seien zu einer Erkundung nach Madagaskar gekommen, und hätten verschiedene lokale Verantwortliche getroffen. Sie hätten andererseits auch die lokalen Unternehmer getroffen. Während dem Treffen mit diesen hätten sich Probleme gestellt. Ein Arbeitsessen sei im Hilton organisisert gewesen und nach den Informationen der Zeitung habe die veranstaltende Gruppe GEM versprochen, 30 Unternehmer unter ihren Mitgliedern zu der Sitzung zu entsenden. Letztlich seien nur 5 gekommen. Das habe, wie gesagt worden sei, erkennen lassen, daß die deutschen Unternehmer sich geärgert hätten und nicht mehr sicher seien über die wahren Absichten der madagassischen Unternehmer, partnerschaftliche Beziehungen mit ihnen zu errichten. Zu bemerken sei dennoch, daß das Kommen der deutschen Delegation ein klein wenig Polemik provoziert habe, wo zu Beginn 30 Personen vorgesehen gewesen seien, aber schließlich nur 5 gekommen seien. Andererseits habe die FIVMPAMA 10 Personen für dieses Arbeitsessen angekündigt gehabt und alle seien gekommen.
Das Ministerium für Energie und Minen habe beschlossen, den Stier bei den Hörnern zu packen bei dem, was die Ausbeutung der Minenressourcen betreffe. Ein Zweig, der aufgerufen sei, an der schnellen und dauerhaften Entwicklung teilzuhaben, da, wie der Experte der Weltbank, Paola de Sa, in einem Artikel der Asociated Press erkläre, das Land 10 mal mehr gewinnen könne, als die aktuell 40 Millionen Dollar. 400 Millionen Dollar jährlich aus den Minenressourcen zu ziehen sei wirklich ein unerwarteter Gewinn für die Große Insel. Saphire, Rubine, Gold, Silber, Nickel, Bauxit, Ilmenit, Glimmer: Madagaskar wolle damit brechen, die "Schatzinsel" zu sein, von der niemand profitiere, außer den "Piraten", die spottbillig die Früchte der Arbeit der kleinen Ausgräber kauften. "Die guten Jahre zieht Madagaskar weniger als 40 Millionen Dollar ein" von seinen Minenressourcen, "wo mit einem höheren Wert und einer besseren Verwaltung der Zweig 10 mal mehr dem Staat beitragen kann", erkläre Paulo de Sa, Experte der Weltbank. Er füge hinzu: "Es ist Bangkok, das den Mehr-Wert der Steine von Madagaskar in die Tasche steckt". Um die "gute Geschäftsführung seiner mineralen Ressourcen" zu verbessern, habe Madagaskar einen Kredit in Höhe von 32 Millionen Dollar über 5 Jahre zu vorteilhaften Konditionen von der Weltbank bekommen, um das Land aus der "Schatzjagd" herauszuholen und in die industrielle Phase eintreten zu lassen. Für Herrn de Sa, auf der Durchreise in Tana, sei die Kenntnis über die mineralischen Ressourcen Madagaskars kaum gestreift. Seit dem Ende der Kolonisation am Anfang der 60er Jahre habe keine ernsthafte geologische Forschung mehr stattgefunden, als man sich mit einigen Indizien zufrieden gezeigt habe und begonnen habe, zu graben. Es sei etwas Glück gewesen, obwohl es schon auf den geologischen Schulkarten der 50er Jahre verzeichnet gewesen sei, daß die Schürfer eine Saphir-Ader in Ilakaka wiederentdeckt hätten, wo seit Jahrzenten schon ein Ansturm auf Gold gewesen sei. Diese anarchische Ausbeutung sei nur zum Profit der srilankischen und thailändischen Schmuggler und ihren madagassischen Zwischenleuten und sehr wenig für die Schürfer, die unter Lebensgefahr grüben. Die neuen geologischen Prospektionsmethoden, die Satelliten mit Informatik verbänden, würden Madagaskar erlauben, seine geologischen Karten zu erneuern, um die bei einem noch jungfräulichen Sektor abwesenden ausländischen Investoren anzuziehen. "Madagaskar macht Angst", habe der Expete der Weltbank erklärt. Er sehe dort die Konsequenzen eines sich selbst überlassenen Sektors, bei dem der Staat abwesend sei und das Feld den Abenteurern überlasse. Daher gebe es auch keinerlei industrielle Ausbeutung von Korunden (Saphir, Rubin, Aquamarin, Amethyst...) in Madagaskar, obwohl diese Steine zahlreich seien und in exzellenter Qualität. Die aktuell ausgebeuteten Lagerstätten, wie die Saphire in Ilakaka oder die Rubine in Vatomandry würden mit Hacke und Schaufel unter den Bedingungen der totalen Unsicherheit für die Sucher ausgegraben, die andererseits keinerlei Kenntnis des Werts der ausgegrabenen Schätze hätten. Daher sei der größte Saphir der Welt, der "Millenium", heimlich aus dem Land gelangt und später von seinem glücklichen Sammler bekanntgegeben worden, der ihhn gekauft habe - zweifellos zu einem Spottpreis im Vergleich zu seinem wahren Wert.
30. 5. Die Midi berichtet: Der Alaotra-See sei gefährdet und sei von einem langsamen Tod bedroht. In den letzten Jahrzehnten habe sich die Fläche des Sees bemerkenswert verringert. Der See sei 1998 auf eine Größe von 24.370 ha beziffert worden und habe nach aktuellsten Zahlen nur noch eine Fläche von 20.000 ha. Das zeige den Ernst der Situation. Jedes Jahr ziehe sich das Ufer um mehrere Zehnmeter zurück, um parasitären Pflanzen wie den Wasserhyazinthen und dem Schilf den Platz zu überlassen, wie der Bürgermeister von Ambatondrazaka versichere. Man wisse, daß, wenn solche parasitären Pflanzen wie die Wasserhyazinthe Fuß fassten, dann entwickelten sie sich sehr schnell und seien kaum zu meistern. Außerdem werde durch die Erosion des Umlands Erde und Sand in den See getragen, die zu einer Verringerung seiner Tiefe führten. Es sei aber noch nicht zu spät, den See von seiner Krankheit zu heilen. Angesichts der Situation, in der sich der See befinde, scheine ein Großteil der Bevölkerung dieser Region sich keine Sorgen über die Schlimme der Lage zu machen. Leute praktizierten weiter die Waldzerstörung mit dem Niederbrennen, um Kulturen pflanzen zu können. Diese Praktiken unterstützten die Erosion.
31. 5. Die Midi berichtet: Premierminister Sylla habe in der Plenarsitzung im Oberhaus angekündigt, die Kraftstoffpreise würden um 5 - 8% fallen. Der Preis von Superbenzin werde ab Morgen 6340 FMG sein, anstatt 6640 FMG vorher, also ein Rückgang um 5%, der Preis von Normalbenzin werde ebenso 5% sinken, also von 5310 FMG auf 5010 FMG. Lampenpetroleum, das besonders von den ländlichen Haushalten benutzt werde, werde im Bereich von 7% fallen. Es werde jetzt mit 2520 FMG ausgezeichnet zu 2710 FMG vorher. Wo es sich um Diesel handle habe sein Preis sich auf 3570 FMG reduziert, wohingegen es vorher 3890 FMG gekostet habe, was ein Rückgang im Bereich von 8% sei. Dieser Preisrückgang sei vorhersehbar gewesen, wenn man betrachte , daß der Rohölpreis und der Dollarkurs zurückgegangen seien.
2. 6. Die Midi berichtet: Am Samstag habe es in Tamatave laut Bewohnern eine Kundgebung von Mitgliedern des CRN gegeben. Nach dieser Kundgebeung habe man Leuten, die mit einem T-Shirt mit dem Konterfei des Präsidenten Ravalomanana angetroffen worden seien, dieses ausgezogen. Ebenso seien an Verkaufsstellen von Tiko-Produkten die Tiko-Schilder entfernt worden. Es solle sich bei den Tätern größtenteils um Frauen und Kinder gehandelt haben, wie Zeugen berichtet haben sollen, die den Eindruck gehabt hätten, es handle sich um Söldner. Bis zum Moment sei noch keine Festnahme berichtet worden, selbst wenn die Kräfte der Omc die Demonstranten zerstreut hätten, als diese mit ihren Plünderungen begonnen hätten.
Beim Office Malgache de la Propriété Industrielle (OMAPI) seien seit seiner Gründung 1994 250 Patentanmeldungen registriert worden. Die meisten seien von Amerikanern, die zum Eröffnen von Filialen ihrer Firmen gekommen seien. Die Patente auf pharmazeutische und chemische Produkte seien am häufigsten. Während für Markenrechte über 6000 Anträge aufgenommen worden seien, wovon fast die Hälfte von Europäern komme, die mit dem Vertrieb ihrer Produkte beschäftigt seien, unter anderem Schuhen, Kleidung, Ausrüstung. Diese Informationen seien vom Generaldirektor Jocellin Andrianirianazaka bei einem Interview gegeben worden. Dieser habe angegeben, das Institut spiele eine Rolle des Anreizes für ausländische Invetoren, um nach Madagaskar zu kommen. In der Tat garantiere das OMAPI jeden Schutz eines Patents und jeder bei ihm registrierten Marke gegen Fälschungen. Das Büro unterhalte außerdem eine technische Unterstützung für die Entwicklung des privaten Sektors. Interessenten müßten für ein Antrag auf ein Patent eine Gebühr von 500.000 FMG bezahlen und für eine Marke 400.000 FMG. Ein Patent laufe 20 Jahre und werde danach Allgemeingut. Eine Marke sei für zehn Jahre geschützt und könne jeweils um weitere zehn Jahre verlängert werden. Geschmacksmuster und (dessins et modèles) könnten gegen eine Gebühr von 35.000 FMG registriert werden und seien für einen Zeitraum von 5 Jahren geschützt, der auch verlängert werden könne. Schließlich gebe es noch den Namensschutz für Firmen, der einer Gebühr von 300.000 FMG unterliege, für 10 Jahre gelte und erneuerbar sei. Was nutzt aber der Schutz auf dem Papier, wenn überall auf den Straßen gefälschte Markenprodukte zu kaufen sind?
3. 6. Die Midi berichtet: Wer zuerst komme, werde zuerst bedient. Das sei das Prinzip, nach welchem beim für alle offenen Minen-Kataster-Büro von Madagaskar (Bureau de Cadastre Minier de Madaagscar) verfahren werde. Außer der Anleitung bei der Erstellung von Akten zur Beantragung einer Autorisation Exclusive de Réservation de Périmètre (AERP) und der Beantragung einer Schürfgenehmigung, gebe dieses in Ampandrianomby für Antananarivo gelegene Büro alle nützlichen Informationen zum Ausbeutung im Minensektor. Im Prinzip sei die Akte beim AERP in 3 Monaten durch, während die Frist für die direkte Erlaubnis 35 Tage nach seiner Einführung sei. Währenddessen hänge alles von der Fähigkeit des Antragstellers ab, die Anträge auszufüllen und die nötigen Unterlagen bereitzustellen. Auf jeden Fall gäben die Kader des BCMM kostenlos die benötigten Auskünfte. Andererseits sei vor Ort ein kompletter "Führer der Minenunternehmen" (Guide des opérateurs miniers) verfügbar.
4. 6. Die Midi berichtet: Unter den Hauptherausforderungen für den Rechtsstaat in Madagaskar sei die Korruption zu nennen. Dies laut dem im Mai erschienenen Dokument Madagascar CCA 2003, das beim letzten Bericht von Transparency International von 2002 anknüpfe, wo Madagaskar unter 102 untersuchten Ländern an 4. Stelle beim Grad der Korruption stehe. Aus der geführten Untersuchung der Institution gehe hervor, daß 62% der Madagassen regelmäßig mit Fällen der Korruption konfrontiert seien, in die Staatsbedienstete verwickelt seien. Das zitierte Dokument liefere 4 Gründe für die Korruption. Die Verlockung des Gewinns, Zeichen eines moralischen Mangels, sei für 80% der Madagassen Hauptgrund der Korruption im Land. Das sei zuerst kultureller Herkunft. Die Madagassen hätten eine "Kultur der Erkenntlichkeit", die Quelle für das Abgleiten im öffentlichen Dienst sei. Das Defizit der Moral komme auch vom Werteverfall, dem Fakt zu verdanken, daß gewisse Führer ein schlechtes Beispiel gegeben hätten und von der Schwäche der bürgerlichen Bildung. Zweitens, die Ineffizienz. Die Langsamkeit der Verwaltungsdienste brächten die Nutzer dazu, zu bezahlen, um die gewünschten Dienste zu beschleunigen. Andererseits böten die leistungsschwachen Unternehmen etwas an, um Aufträge der öffentlichen Märkte zu bekommen, was die Konkurrenzunternehmen verpflichte, ebenso zu verfahren, um den Markt nicht zu verlieren. Die Ineffizienz der Verwaltung sei mit dem Funktionieren der wenig befriedigenden öffentlichen Verwaltung verbunden. Drittens, die Nichtanwendung von Sanktionen. Faktisch sähen die Verwaltungsprozeduren und die Gesetze Sanktionen gegen die Täter korrupter Akte vor und die Strafen seien ausreichend streng, 2 bis 10 Jahre Gefängnis. Aber im Allgemeinen würden die Sanktionen nicht angewendet, weder von der Verwaltung, noch von der Justiz. Im Verwaltungsbereich sei es aufgrund mangelnder Transparenz oft schwierig, den Beweis für die Verwicklung oder die Verantwortlichkeit eines Staatsbediensteten in einem Korruptionsdelikt nachzuweisen. Im juristischen Bereich stießen sich die Sanktionen an dem fakt, daß die Polizei und die Justiz im Allgemeinen selbst bestechlich seien. Eine 98 geführte Untersuchung habe gezeigt, daß die Polizei und die Justiz sich unter den bestechlichsten öffentlichen Diensten befunden hätten. Und viertens, die geringen Löhne. Die geringen Einkommen seien für die Beamten, die mehr benötigten, einer der Hauptgründe die sie zur Korruption brächten. Das sei mit dem Nichtfunktionieren der Verwaltung verbunden.
Die französische Fluggesellschaft Corsair könne ihr Ziel von 80 Flügen pro Jahr ab nächstem Jahr realisieren. Und das mit der Zustimmung der madagassischen Regierung bei einer Einigung mit Franreich am 20. November 2002. Corsair werde 2 wöchentliche Flüge mit Airbus A330-200 von Juli bis September haben. Der Manager für Madagaskar habe gesagt, das Risiko pro Flug belaufe sich für die Gesellschaft auf 1,5 Milliarden FMG. Der Vorsitzende der Gesellschaft in Frankreich habe gemeint, er sei sehr optimistisch, was den Tourismus in Madagaskar betreffe, dank der Erweiterung der Flugverbindungen.
6. 6. Die Gazette berichtet: Alles sei möglich in Madagaskar! Das sei der Fall, um das zu sagen, als man in den Gängen der Nationalversammlung gehört habe, daß nicht weniger als 10 Autos, die während der letzten Legislaturperiode angeschafft worden seien, bei einer Versteigerung ohne jegliche Ausschreibung verkauft worden sein sollen. Das heiße, diese Fahrzeuge seien heimlich an externe Personen abgegeben worden. Und all das zu einem Spottpreis. Das Personal frage sich, wer der aktuellen Verantwortlichen versucht habe, das noch in gutem Zustand befindliche rollende Material zu verschleudern, wo es doch Ziel sei, diese Institution mit einem autonomen Automobilpark auszustatten.
Laut Quellen, die noch halbamtlich seien, werde unverzüglich eine mauritianische Delegation in Tana ankommen, um mit den zuständigen Stellen über die Errichtung einer im Energiebereich spezialisierten Firma zu verhandeln, um mit der Staatsgesellschaft JIRAMA zu konkurrieren. Madagassische Delegierte sollen an den Verhandlungen beteiligt gewesen sein, um dem Staatsmonopol ein Ende zu bereiten. Der Konjunktiv sei angebracht, da es sich noch um Gerüchte in Tsimbazaza handle. Auf jeden Fall sind geringere Stromkosten für Madagaskar angebracht, die etwa doppelt so hoch sein sollen, wie in Mauritius. Dann würde sicher mancher Firma der Entschluß, in Madagaskar zu investieren, um einiges leichter fallen!
Die Korruption sei eine Realität, die mit ihren enormen Ausmaßen das ganze öffentliche Leben in Madagaskar dominiere. Das System der Vereinten Nationen sei so enttäuscht, daß man das Übel auf gutem Platz in seinem "Themenbericht 2003" plaziere, welcher letzten April veröffentlicht worden sei. Sich auf den letzten Bericht von Transparency Internationl gründend, klassiere die Studie die Insel auf der 4ten Position von 102 nach dem Grad der Korruption aufgestellten Ländern. Laut der Untersuchung seien über 60% der Madagassen regelmäßig mit Korruptionsfällen, in die Staatsbedienstete verwickelt seien, konfrontiert. Andererseits seien 36% der Firmenchefs persönlich von unfeinen Beamten angereizt worden. Die Polizei, der Zoll, die Justiz und die öffentlichen Märkte seien die hauptsächliche Umgebung, wo die Korruption regiere. Diese Wahrnehmung und diese Klassierung würden auf jeden Fall dazu führen, dem Bild Madagaskars künftig zu schaden, das schon noch nicht so glänzend sei. Die in dem Bericht zitierten Gründe seien zuerst das Defizit der Moral, besonders diese "Kultur der Erkenntlichkeit", die das Bakschisch bei den öffentlichen Diensten begünstige, danach das niedrige Lohnniveau in der Verwaltung und schließlich die Nichtanwendung von Sanktionen gegen Zuwiderhandelnde. Die Studie zeige nichtsdestoweniger, daß die tiefliegenden Gründe für die Korruption sich in der Armut wiederfänden, in dem politischen Unwillen, die öffentliche und juristische Verwaltung zu reformieren und die Abwesenheit des Willens zur Transparenz. Kurz, eine global betrachtet, korrekte Annäherung des Phänomens der Korruption in ihrem Land. Man gebe zu, daß seit seinem Erscheinen das Regime Marc Ravalomanana gesund reagiert habe, den Stier bei den Hörnern packend und energische Maßnahmen ergriffen habe, die zuvor noch nie ergriffen wurden. Es sei wahr, daß der Kampf gegen die Korruption künftig zu den unvermeidlichen Aspekten der guten Regierungsführung zähle und daß die Geldgeber die Gewährung von Krediten und den Beistand zur Existenz eines Programms der Auslöschung des Übels untergeordnet seien. Die Einführung gewisser Maßnahmen sei zur ihrer Zeit begrüßt worden, wie die Verpflichtung zur Vermögenserklärung für die Richter und andere Kategorien hoher Beamter, die Erhöhung des Lohnniveaus gewisser örperschaften, wie der Polizei oder das Tragen eines Schildchens für die Beamten des Staats, die mit der Öffentlichkeit in Beziehung ständen. Diese muskulösen Entscheidungen hätten in der ersten Zeit für ein Zurückgehen des Phänomens geführt, aber da die Bewegung nicht mit weiterer Energie unterstützt worden sei, sei die Plage an die Oberfläche zurückgekommen und gewinne wieder an Terrain. Man stelle andererseits fest, daß 1972, wie 1991 und 2002 die großen Volksbewegungen auf der Insel auf der Moralisierung des öffentlichen Lebens gegründet hätten und der Brandmarkung der Korruption der Führer. Wenn das Regime dort nicht aufpasse, wäre der Kampf gegen die Korupption nur ein Strohfeuer, die Gewohnheiten würden wieder wie zuvor aufgenommen. Wie dies aussehe, frage man sich, ob der Zweig von Transparency International die Qualifikation und den nötigen Weitblick habe, um eine Untersuchung einer solchen Tiefe über ein Phänomen einer solchen Tragweite zu führen. Erst frisch eingeführt und nicht mit ausreichendem Personal ausgestattet, liefere dieser Ableger Fakten, deren Zuverlässigkeit man bezweifle. Mit den hier zirkulierenden ganz schwachen Summen an Liquidität, sei es erstaunlich, daß das Land auf einem Rang ohne Vergleich mit seinen wahren Dimensionen eingestuft werde. Der Zweig habe sich sicherlich Wichtigkeit verleihen wollen oder er habe Madagaskar Wichtigkeit verleihen wollen, um die Aufmerksamkeit der Geldgeber, über ihre Kassen, darauf zu ziehen. Es bleibe, daß diese Klassierung ohne echte Grundlage dem Bild Madagaskars Schaden bringe und die ausländischen Investoren zurückstoße. Man wünsche, daß das Regime eine unterstützte Aktion gegen die Korruption unternehme und nicht ablasse von diesem Zwang. Es sei nicht, weil man den Stier bei den Hörnern packe, um einen Ochseneffekt zu bekommen.
Trotz des öffentlich vorgetragenen Willens der Akteure der Entwicklung, Madagaskar aus der Spirale der Armut herauszubringen, existierten aktuell große Hindernisse und verhinderten, unter optimalen Bedingungen das Ziel, die Armut bis 2013 um 50% zu reduzieren, zu erreichen. Unter diesen verhindernden Hürden für eine schnelle und effektive Einführung von Programmen befänden sich die Schwäche der Kapazitäten auf lokalem Niveau (Verwaltung, encadrement, Planung, Folgeannahmen, schnelle Kapazität für die Ausführung, sowie die Schwere und Komplexität der nationalen Prozeduren zur Auftragserteilung). Aktuell letztere, und nach den verfügbaren Untersuchungen, sei bei mehrere Etappen die Zustimmung der Märkte, von Vertragsunterschriften und Zahlungsbedingungen, enthalten. Zu diesen Einschränkungen kämen noch andere Probleme hinzu, wie die niedrige Professionalität der Handelnden und der Unternehmer, die die Produktivität begrenzten. Die Unwirksamkeit der Organisation der Sektoren; die zu eng begrenzte Sichtweise in den Sektoren; die niedrige flächenmäßige Abdeckungsrate von Projekten, sowie die schwache Koordination von regionalen Planungsmitteln, besonders zwischen dem regionalen ländlichen Entwicklungsprogramm und den Schemas der regionalen Entwicklung. Weiter zitierten die Experten bei dieser Serie von Einschränkungen der Entwicklung in Madagaskar noch die geringe Neigung des Staats, seine Einmischung zurückzunehmen und auf seine hoheitlichen Aufgaben zu beschränken; die weiter steigende Verschuldung und die Kluft zwischen den Einkünften im städtischen Bereich und auf dem Land, die sich künftig weiter vertiefe. Andererseits sei laut Analysten die Verwendung von Geldern in einem Mißverhältnis: 85% der Gelder kehrten zu den Gebern zurück (Kosten der Experten, importiertes Material), 15% seien für Gehaltszahlungen der madagassischen Beteiligten und für heimisches Material bestimmt. Viele Projekte seien von außen nach dem System "Top-down" und nicht "Bottom-up" aufgedrängt worden. Eine Situation, die laut den Beobachtern die Finanzierung von Programmen zur Bekämpfung der Armut im Land nicht ausreichen lasse.
7. 6. Die Midi berichtet: Am Ende seines Mandats als Botschafter von Deutschland in Madagaskar sei Heinz Peter Behr im Außenministerium in Anosy vom General Marcel Ranjeva in den Grad des Kommandeurs des Nationalordens erhoben worden. Letzterer habe die bedingungslose Unterstützung des Botschafters während der Krise und seine Dynamik bei der wechselseitigen Kooperation zwischen Deutschland und Madagaskar anerkannt. Heinz Peter Behr habe, was ihn betreffe, seine Traurigkeit ausgedrückt, Madagaskar zu verlassen, wie er es schon zuvor angegeben habe. Der Zeremonie im Außenministerium sei eine in der Villa Berlin, der Residenz des Botschafters, vorausgegangen, wo er seine Freunde, Kollegen und andere Bekanntschaften zu einem Abschiedsglas eingeladen habe. Man habe gestern erfahren können, daß der deutsche Spezialberater, der mit der Präsidentschaft arbeiten solle, bereits in Madagaskar sei, sowie ein anderer, kanadischer, Berater. Sie hätten die Aufgabe, daran zu wirken, gute Regierungsführung und den Rechtsstaat zu etablieren.
Wie könne man die Tourismussaison 2003 retten? Das sei Ziel der gestrigen Versammlung zwischen dem Tourismusministerium, den Finanzierern und den Unternehmern des Bereichs gewesen. Die touristische Hochsaison beginne in 3 Wochen, aber Hoteliers, Reiseveranstalter, Restaurantinhaber und Autovermieter hätten Probleme mit dem Finanzwesen, nach der Krise im letzten Jahr. Andererseits wüßten viele nicht mehr, an welchen Heiligen sie sich wenden sollten, um eine Finanzierung zu finden. Andere beschwerten sich über die Zinslast, die durch die Mehrwertsteuer erhöht werde. Manche dächten selbst, daß die Banken nur mit denen handelten, die eine positive Bilanz präsentierten. Es sei also nicht erstaunlich, daß die Banken vor Ort in einer Situation der Überliquidität seien. "Seien Sie Unternehmer, reichen Sie Ihre Papiere bei den sieben in Madagaskar firmierenden Banken ein." Soll der Verwaltungs-Generaldirektor der BMOI ermutigt haben. Aber der Bankkredit bleibe ein Mythos für viele Unternehmer, die nicht einmal wagten, die Füße über die Schwelle der Bank zu setzen, um ihre Projekte vorzustellen. Die Ursache der Probleme erkläre sich besonders durch einen Mangel an Kommunikation. Unternehmer wünschten die Einrichtung einer Struktur, die den Dialog zwischen den verschiedenen Beteiligten des Tourismussektors sichere. Außerdem solle der Tourismus als eine exportierende Aktivität eingestuft werden, der von den Maßnahmen, derer sich die Exporteure erfreuten, wie die Entlastung von der Mehrwertsteuer, profitieren solle. Die Finanzierer ihrerseits versprächen, das Banksystem zu ändern. Andererseits hätten sie nicht gewartet und verschiedene Aktionen unternommen, um sich ihren Kunden zu nähern. Überzeugt von ihrer Rolle als Ausbilder und Informierer, hätten die Banken Seminare abgehalten, um ihr System zu entmystifizieren. Seit drei Monaten gebe es bei der BNI-CL einen Schalter, um die kleinen und mittleren Unternehmen zu beraten und leiten. Während man sich bei der BOA bereithalte, die Akten der Tourismusunternehmer, wie schon in anderen Branchen, zu studieren. Also sei die Konkurrenz da und müsse gewinnbringend sein für die Kunden. Diese Finanzierer versprächen selbst, daß eine Liste der benötigenden Unternehmer erstellt werde, die schon von den Banken abgewiesen worden seien, um deren Fälle erneut eingehend zu studieren. Der Tourismusminister habe habe betont, daß die Welttourismusorganisation den Tourismus als einen Exportsektor betrachte. Die Mehrwertsteuer auf die Kredite, welche die Unternehmer benachteilige, werde noch einmal überprüft, habe er versprochen, aber die Unternehmer müßten etwas aggressiver und professioneller auftreten, um ernsthafte Gesprächspartner zu sein.
10. 6. Die Midi berichtet: Ravalomanana sei am Samstag zu einem Besuch in Tamatave gewesen, wo er die Gewährung einer Summe von 90 Millionen $ durch die Weltbank bekanntgegeben habe, um allen Kindern Madagaskars den Schulbesuch zu ermöglichen. Um zu beginnen, würden die Kinder im September, wenn die Schule wieder beginne, mit einem Schul-Kit ausgestattet. Diese Kits hätten laut Ravalomanana zwischen 8 und 10 Millionen $ gekostet. Außerdem habe er gesagt, daß demnächst Materialien ankommen würden, die mächtig seien und für den Kampf gegen die Unsicherheit bestimmt seien. Und daß man also jene in Obhut nehmen werde, die noch wagten, die Gesetze und Regelungen im Sicherheitsbereich zu übertreten und daß sie dann aber nachher nicht sagten, daß sie nicht gewarnt worden seien. Sich an mögliche Unruhestifter wendend, habe er erklärt, daß das Interesse des madagassischen Volkes primär sei und nicht die Vergnügen von ihnen. Bei einer Kundgebung des neuen KMMR in Mahamasina sei es am Samstag zu Steinwürfen gegen die Redner gekommmen und die Bühne sei wieder auseinandergenommen worden, die Stühle habe man zertrümmert und verbrannt und zwei Autos der Flüchtenden habe man mit Beulen traktiert, bei einem Auto seien die Scheiben zerstört worden. Zwei Verletzte seien zu beklagen.
In Tamatave habe man am Samstag eine Kundgebung des CRN von Seiten der Ornungskräfte unterbunden. Am Morgen habe man schon die installierte Tonanlage wieder abmontiert und zur geplanten Veranstaltungszeit habe man dann die Gekommenen eingekreist und mit insgesamt 86 Granaten, größtenteils Tänengasgranaten, eine Auflösung der Versammlung erzwungen. Dabei habe es drei Verletzte gegeben und angeblich solle es auch einen Toten durch Gewehrkolbenschläge gegeben haben, den seine Familie aber schon geholt haben solle. Die Behörden hätten aber die Existenz eines Toten formell dementiert. Der Präsident des CRN, Albert Zafy, habe versichert, daß man eine Genehmigung bis zum 14 Juni erhalten habe. Die "Ordnungskräfte" sind die gleichen, die schon unter Ratsiraka gewirkt haben, was soll man von denen erwarten? Gelernt ist gelernt und Umerziehung hat es nicht gegeben.
Bei Kundgebungen des CRN in Majunga und in Tulear sei es zu keinen ernsten Zwischenfällen gekommen.
11. 6. Die Gazette berichtet: Wo seien die Investoren? Präsident Ravalomanana müsse eine klare Aussage in Richtung der Investoren machen, um sie zu bestärken und bei der gleichen Gelegenheit den Eindruck der herrschenden Instabilität zu tilgen. Der Abfall französischer und deutscher Investoren seit dem Antritt des aktuellen Regimes müsse die Führer zum nachdenken bewegen. Schlimmer, die häufigen politischen Kundgebungen in Tamatave, Majunga und in Diego trügen nicht zur Entwicklung des Tourismus bei. Weit gefehlt. Andererseits habe eine gute Zahl Touristen während des letzten Pfingstwochenendes ihren Aufenthalt in diesen Städten verkürzen müssen: Die Furcht eines Überschwappens habe sie flüchten lassen. Dieses Gefühl der Unsicherheit sei in allgemeiner Weise schädlich für die Wirtschaft. Während sich das Fehlen ausländischen Kapitals mehr spüren lasse, dürfe nicht parallel der finanzielle Segen, den die Touristen brächten, versiegen. Das Fehlen einer klaren und deutlichen Politik gestern und heute begünstige nicht das Kommen internationaler Investoren. Man wäre nicht erstaunt, wenn diese aus der Ferne vorzögen, sich woanders, als auf der großen Insel zu engagieren. Es sei nicht zufällig, wenn auf den Seychellen und Mauritius das BIP dreißig- bis vierzigfach höher sei, als in Madagaskar. Zwei Nachbarländer, die aktuell auf die Hilfe des Weltwährungsfonds und der Weltbank verzichten könnten. Zwei Entwicklungsmodelle, an denen sich der madagassische Staat inspirieren könne... Das Wunder lasse sich nicht verordnen, es finde statt, wenn man es verdiene.
Nun hätten mauritianische Unternehmer seit 6 Jahren ein großes Interesse für Mosambik gezeigt, welches ihnen im Rahmen des Wiederaufbaus des Landes nach zahlreichen Jahren des Bürgerkriegs 100.000 ha Land zum kultivieren und eine Zuckerfabrik zum Wiederherstellen angeboten habe. Stark sei die Feststellung, daß sie heute mehr und mehr ein großes Interesse für Madagaskar zeigten. In diesem Sinne zeigten die Angaben der Landwirtschaftskammer von Mauritius, daß im Moment keinerlei mauritianisches Interesse an Mosambik bestehe. Das Land liege noch immer brach, es gebe keine Straßen, kein Telefon, keine Elektrizität, viele Einschränkungen. Das sei, warum die Mauritianer Mosambik für Madagaskar aufgegeben hätten, wo die Bedingungen einfacher seien.
12. 6. Die Tribune berichtet: Das Projekt der Fabrikation der Plaza-Zigaretten schreite aktuell entschieden, mit großen Schritten voran. Ein zimbabwischer Experte und Repräsentant mehrerer zimbabwischer Firmen sei nun schon seit einigen Tagen in der madagassischen Hauptstadt, um die technische Seite des Projekts zu Ende zu bringen. Er habe auch schon die vorgesehene Fläche Land von um die 5000m² besucht. Außer diesem Experten mit seiner über 30-jährigen Erfahrung an der Seite von "Rothmans" würden noch andere südafrikanische und zimbabwische Experten kommen, um die Produktion und die Qualität der madagassischen Zigaretten zu verbessern. Dem Projekt sei eine Summe von 10 Millionen $ bewilligt. A propos dem Aspekt der importierten Zigaretten: Die beiden Parteien seien am Verhandeln und ein Übereinkommen sei nötig, um einen Ausweg zu finden.
13. 6. Die Midi berichtet: Laut Afp sei die Madagassische Republik am Dienstag zweiundfünfzigstes Mitglied der 53 Mitglieder umfassenden afrikanischen Union geworden, die die Ratifikation in Addis Abeba hinterlegt hätten.
26 über ganz Madagaskar verteilte Hotels, davon 5 in Tulear, seien derzeit Objekt einer Anhörung durch das Tourismusministerium wegen Verstößen gegen Hygienenormen. Es komme auch vor, daß gewisse Tourismusunternehmer sich im Irregulären befäden mit dem Ort, wo sie ihr Hotel errichteten. Das habe der Tourismusminister preisgegeben. Als Maßnahme setze man die Hotels, die die Normen nicht beachteten, in Verzug. Sechs Monate habe man dann Zeit, um konform mit den Regeln zu kommen.
14. 6. Die Midi berichtet: Übersetzungsohrhörer auf den Ohren, ernsthaftes Notiznehmen, abwartendes Zuhören, treffende Fragen - kein Zweifel, die hohen Kommis und Minister des madagassischen Staates hätten die "Kurse", die ihnen seit gestern in Iavoloha von Verantwortlichen der Weltbank und Autoritäten von Ländern, die sich aus einer Krise hätten befreien können, erteilt worden seien, ernst genommen. "Sie sind gewählt worden, Ihre Aufgaben zu erfüllen, weil Sie gut sind. Aber um die Schlacht der Entwicklung zu gewinnen muß man Exzellent sein." habe der Präsident Ravalomanana bei seiner Eröffnungsansprache betont. "Die Geschichte hat gezeigt, daß die Selbstgefälligkeit, besonders der Führer, Grund für die Übel des Landes waren. Diese Selbstgefälligkeit, die gewisse unserer Führer dazu geführt hat, aus lauter Anmaßung und Stolz auf Fehlern zu bestehen." habe der Staatschef weiter bemerkt. Er habe auch den betroffenen geraten, ihre "Verantwortlichkeit in Demut und Bescheidenheit anzunehmen", um hinzuzufügen, daß er "streng und unnachgiebig im Hinblick auf jene, die diese Praktiken weiter üben" sein werde. Auf jeden Fall trügen die behandelten Themen dieser Regierungs-Gespräche, die vorgesehen seien, vom 13. - 16 Juni abgehalten zu werden, zur guten Regierungsführung, der Promotion von direkten ausländischen Investments und zur Entwicklung des privaten Sektors bei. Konkrete Fälle seien von internationalen Experten präsentiert worden, wie das gestern der Fall gewesen sei mit dem ehemaligen Finanzminister von Salvador oder auch des südkoreanischen Premierministers und anderen hohen Verantwortlichen anderer Länder, die sich hätten entwickeln können, wie Bulgarien, Australien. Das sei jedenfalls eine Premiere in der Geschichte der großen Insel, um nicht zu sagen Revolution, daß die hohen Staatsverantwortlichen sich einer solchen Aneignung von Erfahrungen unterziehen müsseten. Sie könnten nur positiv davon profitieren.
Mehr als je zuvor erfreuten sich die Konsumenten an dem Beschluß des Präsidenten, den Zement zu entsteuern, da es auf dem Markt tatsächlich einen Preisrückgang gebe und viele jetzt ihre eigenen Wohnräume bauen wollten.
Eine gute Neuigkeit für das Konsortium Galana, das nach der Teilnahme einer Ausschreibung der mauritianischen Regierung über die Lieferung von Mineralölprodukten gewonnen habe. Es handle sich zum Beispiel um Benzin, Diesel, jet-fuel, fuel-oil für die Perioden 2003-2004.
16. 6. Die Tribune berichtet: Viele der Äußerungen des Präsidenten Ravalomanana seien von vielen Leuten nicht gut verstanden worden, führten daher zu Konfusionen und bedürften einer Erklärung. Um nur ein Beispiel unter vielen von seinem Besuch in Tamatave zu zitieren, so habe er erklärt, keine Spezialberater zu haben, wo man doch wisse, daß M. Manandafy per Dekret auf diesen Posten nominiert sei. Die Schulzeit für die Kinder werde künftig 9 Jahre betragen. Da keine weitere Erklärung dazu gegeben worden sei, fragten sich jetzt viele Eltern, von welcher Schulzeit die Rede gewesen sei. Bezüglich dem Import dieser Bewaffnungen, die für die Ordnungskräfte bestimmt seien, um die Unsicherheit zu bekämpfen, dächten gewisse Politiker nun, daß diese besonders gedacht seien, um gegen sie zu agieren. Kurz, der Präsident würde besser tun, seine Gedanken mehr zu erklären, um nicht mehrere Interpretationen zuzulassen. Im Allgemeinen solle nach jeder Erklärung des Präsidenten der zuständige Minister das Wort ergreifen und die Sache erklären, damit die Leute nichts mißverstünden.
Nach dem Pressetermin vom 6. Juni in der Villa Berlin und den in den Tageszeitungen erschienenen Artikeln vom 7. Juni wünsche der Herr Botschafter Dr. Heinz-Peter Behr folgende Präzisierungen zu machen: "Die von den Journalisten während dieser Einladung gestellte Frage, die ethnischen Probleme in Madagaskar betreffend, hat Herr Botschfter Behr beantwortet, daß es keine gibt. Er hat von der Existenz von regionalen Gruppen gesprochen, aber hinzugefügt, daß während der Krise des letzten Jahres Elemente des alten Regimes im Gegenteil versucht gewesen sind, Zwietracht zwischen den in Tamatave lebenden Merina, den Betsileo und den Betsimisaraka zu säen. Noch immer während des Pressetermins hat Herr Botschafter Behr das Vertrauen der deutschen Regierung in die Politik der schnellen und dauerhaften Entwicklung der Republik von Madagaskar und seiner Regierung betont. Die Rolle der Presse betreffend hat Herr Botschafter Behr seine Wichtigkeit in einem demokratischen Land, wie Madagaskar, betont. Er hat dennoch die Notwendigkeit eines größeren Professionalismus der Journalisten bei ihrer Arbeit von Recherchen und Untersuchungen geäußert." Seine Exzellenz Heinz-Peter Behr (Antananarivo, den 11. Juni 2003)
17. 6. Die Midi berichtet: Die Regierung habe 6 Monate Zeit, um Zeugnis zu liefern - nach der letzten Chance, die der Präsident ihr scheine zubilligen zu wollen. Die Kritiken gegen die Regierung datierten nicht von gestern. Es sei nun schon seit mehreren Monaten, daß die Opposition auf der einen Seite und das KMMR auf der anderen auf sie schössen. Welchen Einsatz gelte es wirklich zu gewinnen? Zusammengenommen sei das die Rate von 8% Wachstum, die dieses Jahr zu erreichen seien. Während derzeit Länder, die eine solche Rate erreichten, sehr rar seien, müsse die Regierung nun gigantische Anstrengungen unternehmen, um in einigen Monaten dort hinzukommen.
18. 6. Die Midi berichtet: Die Mobiltelefongesellschaft Antaris firmiere ab dem heutigen Tag unter dem Namen Orange und es würden heute neue Tarife präsentiert.
Madagaskar werde bis zu Beginn 2006 eine Million Telefonkunden zählen. Unter diesen hätten 60% einen Festnetzanschluß und 40% wären Mobiltelefoniekunden. Dieses Ziel sei gestern bei einer Versammlung zu den Auswirkungen der digitalen Konvergenz auf die Entwicklung der Medien und der ganzen Kultur formuliert worden. Man sei Nachzügler bei den neuen Informationstechnologien und der Kommunikation. Es gebe lediglich 50-70.000 Computer und außerdem würden monatlich nur 700 verkaufte Maschinen im ganzen Land registriert.
20. 6. Die Tribune berichtet: Wanderheuschrecken seien im Bereich von Amboasary-Sud wieder aufgetaucht. Über 250 ha seien bereits laut dem nationalen Radio befallen. Glücklicherweise seien die Leute vom nationalen Bekämpfungsdienst bereits vor Ort. Allerdings könne die verspätete Bekämpfung fatale Auswirkungen für diese vom Hunger bereits geschwächte Region haben. Die meisten Heuschrecken hätten bereits Flügel und könnten sich kilometerweit zerstreuen. Die Ernte könne gefährdet sein.
In Präsenz von Premierminister Jacques Sylla habe man die madagassisch-französischen Manöver in Sainte Marie beendet. Ein großes Defilee, an dem Angehörige der FAZSOI und der madagassischen Armee beteiligt gewesen seien, habe den gestrigen Tag markiert, ohne von der sehr bemerkenswerten Passage der Transall C 160 der französischen Armee am Himmel von Sainte Marie zu sprechen. Ein unvergeßlicher Tag für die lokale Bevölkerung, die ihre Freude während des ganzen Manövers nicht habe verhehlen können. Auf einer Touristeninsel Manöver machen, das mag für die lokale Bevölkerung vielleicht ganz ansehnlich sein, aber ein Tourist wünscht wohl kaum in seiner schönen Urlaubszeit solch kriegerisches Treiben zu sehen. Es ist einfach geschmacklos, was man sich da wieder leistet.
Bei einem Pressetermin, bei dem auch der Minister für Post und Telekommunikation auf dem Podium anwesend gewesen sei (was macht der da), habe man von der Mobiltelefoniegesellschaft "Madacom" verlauten lassen, daß man mehr als je zuvor darangehen werde, die Kunden zufriedenzustellen. Viele Projekte würden noch dieses Jahr realisiert werden. 3 neue Städte würden von der Firma abgedeckt werden, in einigen Wochen werde Sambava angeschlossen sein. In Tana wolle man weitere Orte anschließen, um das Signal zu verbessern und man wolle den Umkreis der Abdeckung um Tana erweitern. Die Mobiltelefonie habe derzeit ein Wachstum im Bereich von 20% und im Jahr 2002 habe es 171.000 Abonnenten gegeben, gegenüber 58.000 beim Festnetz. Madacom habe 100.000 Kunden. Demzufolge muß man, wie prognostiziert, feststellen, daß die Tariferhöhung und extreme Verkürzung der Gültigkeitsdauer der Guthaben von Antaris im letzten Jahr extrem viele Kunden gekostet hat.
21. 6. Die Midi berichtet: In Stuttgart habe Ravalomanana die Bank LBW besucht. Von einem hohen Vertreter des Unternehmens, Herrn Jaschinsky, sei Ravalomanana empfangen worden und er habe die Perspektiven von Investitionen in Madagaskar erörtert, da die Bank schon Filialen in Südafrika und in Mauritius habe. Wievielmals habe der Präsident der Republik schon wiederholt, daß Madagaskar Banken benötige, die wirklich für die Entwicklung arbeiteten?
24. 6. Die Midi berichtet: Mauritius sei wirklich bereit, Madagaskar bei seiner Entwicklung zu helfen, habe der Präsident von Mauritius, Karl Offman, gestern gesagt, als er vom madagassischen Präsidenten in Ambohitsorohitra empfangen worden sei. Anscheinend habe dieser gute mauritianische Wille nicht gleich ein Echo beim madagassischen Staatschef gefunden, der das Gewußt-wie und die nötigen Mittel der madagassischen Unternehmer und Investoren angesprochen habe, "die noch nicht ausreichen, um gegenüber anderen Unternehmern konkurrenzfähig zu sein". "Lassen wir den madagassischen Unternehmern die Zeit, um gut zu überlegen, bevor sie sich entscheiden." habe der madagassische Präsident versucht zu präzisieren. Man wisse nicht, bis wann sich diese Phase des Überlegens verstehe, aber auf jeden Fall habe Offman noch ein volles Programm bei seinem Aufenthalt in Madagaskar.
Bei der letzten Zählung der Beamten durch das Ministerium für den öffentlichen Dienst seien dies 133.185 Beamte, die für den madagassischen Staat in ganz Madagaskar arbeiteten.
25. 6. Die Gazette berichtet: Ab jetzt wolle das Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Haushalt darauf zählen, mehr ausländisches Kapital anzuziehen. Diese politische Linie, sowie die Promotion von Exporten sei von dieser ministeriellen Abteilung angenommen worden, um die Entwicklung der madagassischen Wirtschaft wiederaufzurichten. Man habe die Verantwortlichkeit genommen, um die anderen Handelnden der Entwicklung zu sensibilisieren und sich Rechenschaft gegenüber dem Einsatz ausländischer Investitionen für ein Land wie Madagaskar abzulegen. Der Minister habe den Technikern empfohlen, zu Studien zu schreiten für verschiedene Möglichkeiten ausländischer Investitionen und besonders für die Schaffung eines sichernden Umfelds, ob das nun im Steuerbereich oder im Grundeigentumsbereich sei. Bei dieser Initiative sei Eile geboten, wenn man das Chaos der ausländischen Investitionen infolge der Krise des letzten Jahres betrachte, besonders auf der Seite der Freihandelszonenunternehmen. Also sei das Zurückfinden zum Vertrauen das Gebot der Stunde, um bei der Beschleunigung der Ausstellung von Genehmigungen für ausländische Investments zu beginnen. Und das um so mehr, da das internationale Kapital eine große Mobilität zwischen den Nationen habe. Gemäß dem Minister sei man es sich schuldig, sich dem modernen Universum anzupassen, wo das Kapital keine Nationalität mehr habe und nur die geschickten Länder bei dessen Aufwertung ihre Trümpfe hätten. Außerdem hätten Leute aus der Wirtschaft wiederholt versichert, daß es einen Mangel an Ersparnissen auf der Großen Insel gebe, was dazu verpflichte, sich zu öffentlichen Investitionen herabzulassen, wobei diese meist stark begrenzt seien. Auf einem ganz anderen Gebiet habe der Minister das Personal des Ministeriums unter die Obhut der fortschreitenden Technologie gestellt, die die aktuellen Arbeitskonditionen leicht übertreffen könnten. Konsequenterweise sei ein Kult der Effektivität zu verschreiben, um die ganzen Ergebnisse der Abteilung zu verbessern. Es seien Vorschläge gemacht worden, um die Prozeduren zu optimieren und zu erleichtern, die Sicherheit der Transaktionen aber im Auge behaltend, selbst auf dem Niveau des Ministers, der beiläufig erwähnt habe, daß er am Tag durchschnittlich 350 Unterschriften kritzle. Man warte also in Kürze auf offenkundige Änderungen auf Seiten dieses strategischen Ministeriums.
27. 6. Die Midi berichtet: Die Konsumentenpreise seien im Mai um 1,1% zum Vormonat gefallen. Wenn man den Vergleich zum Mai 2002 mache, dann ergebe sich ein Rückgang um 8,1%.
28. 6. Die Midi berichtet: Endlich werde der Eisenbahnverkehr wieder aufgenommen. In einer ersten Zeit werde man Güter, speziell Kraftstoffe, ab Anfang Juli befördern, wie der Generaldirektor von Madarail erklärt habe. Eigentlich sei die Aufnahme schon für den 15. Juni vorgesehen gewesen, aber nichterledigte juristische und verwalterische Dokumente seien Grund für eine Verschiebung gewesen. Die Strecke von Tana nach Antsirabe sei total unpraktikabel, ebenso wie auch der Streckenabschnitt von Moramanga nach Brickaville einer Überarbeitung bedürfe. Andererseits habe der Generaldirektor von Madarail den Import von 7 Lokomotiven aus Europa zum Stückpreis von 500.000 angekündigt, wobei die ersten beiden Loks schon ab Ende August erwartet würden. Außerdem seien nun noch 50 Computer angeschafft worden.
30. 6. Die Midi berichtet: Marc Ravalomanana habe neben 2 anderen Staatsmännern aus Europa beim Forum von Crans Montana in der Schweiz den Stiftungspreis des 14. Forums von Crans Montana bekommen.
Wenn man den Fahrzeugbestand einer Region als Indikator für ihre Entwicklung betrachte, dann habe die Provinz Diego noch einen weiten Weg in diesem Gebiet zurückzulegen. Im Jahr 2002 seien in der Provinz Diego etwa 2146 Fahrzeuge angemeldet worden. 38% davon entfielen auf den Bezirk der Provinzhauptstadt, 24% auf die Region Sambava, 14% auf Nosy-Be und 6,7% auf Antalaha. Auf den Rest der Bezirke entfielen 16%.
1. 7. Die Midi berichtet: 20% der madagassischen Bevölkerung seien unter 5 Jahren alt. Nachfolgend noch Statistiken aus dem Jahr 2000 zu dieser Altersgruppe. Ihre Sterblichkeitsrate sei bei 88, 49% seien chronisch unterernährt, 5,5% von ihnen kämen in Vorschule oder Kindergarten, 25% hätten Zugang zu Trinkwasser, 7% hätten Zugang zu Sanitären Einrichtungen, nur 25% würden bei der Geburt angemeldet, die Sterblichkeit der Mütter bei der Geburt sei bei 488 zu 100.000.
3. 7. Die Midi berichtet: 300 Millionen Liter Milch würden jedes Jahr in Madagaskar von Kühen, Ziegen und Schafen produziert, habe der Minister für Viehzucht, Landwirtschaft und Fischfang erklärt. Diese Produktion befriedige aber nicht einmal die Nachfrage auf dem heimischen Markt, da ein Individuum 4,5 l pro Jahr konsumiere. Außerdem würden nur 5% dieser Produktion handwerklich oder industriell weiterverarbeitet. Der Rest werde vom Kalb oder der Produktionsfamilie selbst konsumiert. Von 7.600.000 Tieren Viehbestand auf der ganzen Insel seien nur 5% Milchkühe, wovon die meisten mit ausländischen Rassen gekreuzt worden seien und 800 bis 1800 l pro Kopf produzieren könnten. Diese Mischlingsrasse generiere einen jährlichen Ertrag von 10.000.000 FMG. Zum Vergleich: Eine Milchkuh in den industrialisierten Ländern produziere durchschnittlich 6.000 bis 12.000 l pro Jahr. Um einen besseren und höheren Milchertrag zu bekommen, müsse der Produzent neben der genetischen Verbesserung auch einer Kultur von Futterpflanzen hingeben, um eine bessere Ernährung für das Vieh sicherzustellen. Die Region Vakinankaratra habe eine jährliche Milchproduktion von 28,8 Millionen l, wobei der größte Teil davon von industriellen Firmen, wie Socolait, Tiko, Lati und etwa 80 handwerklichen Betrieben eingesammelt würden.
Der Minister für Finanzen, Wirtschaft und Haushalt habe während eines Interviews erklärt, daß er mitteilen könne, daß es bezüglich der Affäre mit den Plaza-Zigaretten keine Probleme mehr gebe. Die Vertreiber der importierten Zigaretten zahlten ihre fälligen Steuern für die Importe. Die Begünstigung, die alte Steuerverantwortliche ihnen gewährt hätten, seien nicht mehr gültig, was heiße, daß die Firma, die die Zigaretten herstelle, keinerlei Erleichterungen mehr genieße. Der Minister denke, daß die getroffene Entscheidung richtig sei, denn er sehe keinerlei Fabrik für Plaza-Zigaretten erscheinen. Und bezüglich Erleichterungen habe er bemerkt, daß er keine Erleichterungen gewähre. Lediglich durch das Gesetz vorgesehene Fälle sollten profitieren können.
Die Menge der verkauften Getränke der Brasseries Star höre nicht auf, zu steigen. Von 1999 bis 2001 sei die Zunahme 295% gewesen, von 4.700.000 l auf 138.500.000 l. Der Umsatz und der Gewin der Firma seien dieser Tendenz gefolgt. Für 2007 plane man einen Absatz von 200 Millionen Litern an Getränken. Man werde mehr als 120 Milliarden Francs in die Renovierung der Produktionsanlagen investieren, um die maximale Sicherheit und Qualität der Produkte von Star zu sichern. Der Firmenchef habe bei der Verleihung von einigen Nationalorden an die Angestellten die Gelegenheit gehabt, sich wiederholt gegenüber zahlreichen Persönlichkeiten zu äußern, daß es unumgänglich nötig sei, Infrastrukturen für eine industrielle Entwicklung zu schaffen. Seine Firma begegne angesichts diverser Steuern Schwierigkeiten, die ihre Expansion bremsten.
4. 7. Die Midi berichtet: Gewisse gewählte Abgeordnete abgelegener Gegenden hätten einen offenen Brief an den Minister für Post, Telekommunikation und Kommunikation und an den Minister für Finanzen, Wirtschaft und Haushalt adressiert, in dem sie forderten, daß die nationale Telefongesellschaft Telecom Malagasy nicht privatisiert werden solle. Telma habe mehrere Jahre autonom, ohne jegliche Subvention durch den Staat, funktioniren können und erfülle trotzdem ihren Auftrag, das Netz in abgelegene oder selbst abgeschnittene Gegenden zu bringen. Vom Staat geleitete Firmen existierten in allen Staaten, selbst in den USA. Es handle sich oft um strategische Unternehmen.
Man erwarte die touristische Hochsaison und die Touristen kämen nur in kleinen Zahlen, hätten einige Unternehmer aus dem Tourismussektor bemerkt, die die ersten prächtigen Tage für diese ersten Tage des Juli erwartet hätten. Sich auf die Realität beziehend, sprächen sie von einem mißgestimmten Beginn der Hochsaison. Die echten Touristen, auf die die Unternehmer warteten, seien nicht anzutreffen. Sicher, es gebe Ankommende, aber das seien Paare oder kleine Familien, der Rest seien Nationale, die im Ausland lebten und kämen, um in Madagaskar ihre Ferien zu verbringen. Gemäß einigen Tourveranstaltern könnten die Monate Juli und August relativ ruhig sein und die großen Reservierungen seien im September und Oktober.
5. 7. Die Midi berichtet: "Central Intelligence Service", oder CIS, das sei sei die Bezeichnung für ein neu gegründetes Organ, das dem Präsidenten der Republik angegliedert sei und dessen Präsident vorgestern beim Ministerrat nominiert worden sei. Man frage sich, ob es sich um einen Spionage- und Gegenspionagedienst handle.
Gestern sei vom Präsidenten der Republik im Palast von Ambohitsorohitra die Präsidentin des Hohen Rats zur Bekämpfung der Korruption (Conseil Supérieur de la Lutte contre la Corruption CSLC) präsentiert worden, die per Dekret dazu ernannt worden sei. Es handle sich um Frau Bakolalao Ramanandraibe, die 1948 geboren sei und Richterin ersten Rangs sei. Der Präsident habe an die Mission des CSLC erinnert, der am 30. 9. 2002 per Dekret gegründet worden sei: Eine Kampfstrategie zu definieren, und die dazu nötige Struktur zu errichten, die Reform von Gesetzen zu betreiben, die schlimmsten Punkte der Korruption zu anzugreifen, einen Pakt der Redlichkeit zu schließen, bei den Investitionen ein Klima des Vertrauens zu begünstigen, die öffentlichen Güter zu schützen, und so weiter. Ravalomanana habe seine Wahl erklärt, indem er betont habe, daß er besonders die Qualitäten der ernannten Präsidentin betont habe. Der Rat habe 8 Monate Zeit, seine ersten Strukturen zu konkretisieren und in einem Jahr solle eine Agentur zum Kampf gegen die Korruption auf die Beine gestellt sein. "Die Korruption hat lange Zeit unsere Gesellschaft unterminiert, sie hat das Zögern der Investoren unterhalten und hat unsere Geldgeber stärkstens beunruhigt. Es ist Zeit, daß man gegen die Korruption kämpft, um aus der Misere herauszukommen." habe Ravalomanana gesagt. Man müsse noch bemerken, daß der CSCL aus 6 weiteren Mitgliedern bestehe, einem Juristen, durch den Orden der Anwälte bestimmt, 2 Journalisten, vom Orden der Journalisten bestimmt, ein Rechnungs- und Finanzexperte, bestimmt vom Orden der Rechnungs- und Finanzexperten, ein Wirtschaftsunternehmer, bestimmt von der Föderation der Handels-, Industrie- und Landwirtschaftskammern und schließlich eine Persönlichkeit aus der Zivilen Gesellschaft, bestimmt vom Präsidenten der Republik.
7. 7. Die Midi berichtet: Seit Jahren sei es rar, Madagassen der Ostküste ihre Kaffeebäume unterhalten zu sehen, da es schon immer Tradition gewesen sei, die alten Kaffeebäume von 40, 50, selbst 70 Jahren wachsen zu lassen. Aktuell gebe es ein Programm zur Unterstützung des Zweigs der Robusta-Kaffeeerzeuger mit der Bemühung um Diversifizierung der angebauten Kulturen. Bald werde daher ein Ende der Krise sein, zumindest im nationalen Rahmen. Denn der Kaffeepreis auf dem Weltmarkt sei noch extrem niedrig. Auf jeden Fall werde man in 2 bis 3 Jahren eine Verdopplung oder Verdreifachung der Produktion sehen, womit man nicht mehr weit von einer jährlichen Produktion von 100.000 Tonnen wäre.
8. 7. Die Midi berichtet: Derzeit seien es um 27.000 Sri-Lanker, die sich mit dem Handel in Madagaskar beschäftigten. Und um 15.000 Visaanträge würden alle 3 Monate registriert. Eine immer zahlreicher werdende Gesellschaft in Madagaskar, die man als nomadisch bezeichnen könne, da die meisten kämen und gingen. Ihre Geschäfte mit Edelsteinen konzentrierten sich im Süden der Insel, wo sie besonders in Ilakaka und in Sakaraha von sich reden machten. Antananarivo diene als Verbiendungsstation und erhalte auch Textilunternehmen und Freihandelszonenunternehmen, so wie Cotton Line, Colombia Clothing, Bam Apparells, Bax Global Madagascar. Ein Sri-Lankisches Konsulat werde demnächst in Madagaskar eröffnet werden. Die Unternehmer hofften, bald einen Direktflug zwischen Antananarivo und Colombo zu haben, ohne über Singapur fliegen zu müssen.
9. 7. Die Midi berichtet: Seit Anfang des Monats bis Ende Juli folgten 20 madagassische Militärs einer theoretischen und praktischen Anti-Terrorismusausbildung auf Seiten der DGIDIE, die von vier französischen Offizieren der "Direction générale du service dŽespionage" DGSE. Für Madagaskar sei der Terrorismus zwar keine direkte Bedrohung, aber das Land könne als Versteck oder Unterkunft für Terroristen dienen, die ihre Untatan in den Nachbarländern oder weiter in Afrika oder im Mittleren Osten verübten.
Der Ertrag im landwirtschaftlichen Bereich in Madagaskar sei sehr schwach. Das Beispiel der Reisproduktion stelle die Situation am Besten dar. Wenn im Durchschnitt ein Hektar kultivierter Fläche einen Ertrag von 5 Tonnen Paddy liefern müßte, so seien es in den meisten Fällen nur 1,8 t pro Hektar. Das Wasser werde nicht richtig gemeistert, es gebe klimatische Risiken und Dünger und verbessertes Saatgut würden kaum verwendet.
10. 7. Die Gazette berichtet: Bei dem neuen Geldschein über 10.000 Franc oder 2.000 Ariary handle es sich um drei menschliche Silhouetten, die auf einer asphaltierten Straße einem Horizont entgegenschreiten, wo eine Sonne scheine. Während der legislativen Wahl sei dieses Motiv als Wahlzettel, bei Werbe-Anschlägen und Annoncen und als Motiv auf T-Shirts, Kappen und Fähnchen von der Präsidentenpartei TIM und der Koalition F.P (oder Solidarité Nationale) benutzt worden. Gestern habe die politische Kontroverse über dieses Motiv begonnen. Die, die dagegen seien hätten gemeint, das Geld sei ein nationales Vermögen und dürfe nicht das Emblem einer politischen Partei tragen. Die Bebilderung der neuen Banknoten hätten aus einem großen nationalen Konsens folgen müssen und nicht durch Hirngespinste einer politisch interessierten Gruppierung, die durch ihre Leichtfertigkeit und Unüberlegtheit das Land erneut an den Rand einer Krise bringen könnten. Der gute Wille sage einem, daß man den Schein vom Umlauf zurückziehen müsse, der Faktor für Teilung und Zwietracht sei. Das ist wieder knallhart, was man da bringt. Jeder dieser Geldscheine ist quasi ein permanentes Wahlplakat. Eindeutig Demokratiemißbrauch, wenn man das Logo weiter für die Partei nutzen will. Und der Präsident präsentiert überstolz wie ein kleiner Junge die neuen Geldscheine im Fernsehen. Hat der sich keine Gedanken gemacht, ist der so naiv oder ist das Kalkül?
11. 7. Die Midi berichtet: Nach Air Madagascar sei es ein anderes öffentliches Unternehmen, JIRAMA, das bald von Ausländern geführt werde. Das Ziel sei das gleiche: Restrukturierung der Firma, um die Rentabilität zu sichern. Die Regierung habe sich in dieser Richtung gegenüber dem IWF und der Weltbannk verpflichtet. Werde es die EDF aus Frankreich sein, die südafrikanische Eskom oder eine deutsche Firma? Jedenfalls hätten mehrere ausländische Firmen ihr Interesse gegenüber der madagassischen Regierung bekundet, ohne aber, daß man die Namen wisse. Eine Prozedur der schnellen Auswahl sei im Gange. Dieses Kleinod der nationalen madagassischen Industrie sei auf jeden Fall vorgesehen, ab Januar 2004 unter die Leitung einer ausländischen, in diesem Sektor spezialisierten Firma, zu kommen. Eine Entscheidung, die man als eine Form der Privatisierung interpretieren könne, obwohl die Elektrizitätsfirma nicht auf der Liste der Unternehmen stehe, bei denen der Staat sein Engagement aufgeben wolle. Die Finanzsituation sei so gewesen, daß der Staat ihr im Dezember 2002 52 Milliarden FMG habe vorschießen müssen, damit sie ihre Rechnungen bei den Mineralölgesellschaften habe zahlen können. Die JIRAMA nehme etwa ein Viertel der Ölimporte für seine Kraftwerke ab, das müsse aber über die lokalen Vertreiber geschehen. In der Vergangenheit aber solle sich der Staat laut Gerüchten aus den Kassen bedient haben. Der Staat selbst und die Körperschaften, sowie die Universität hätten ihre Rechnungen in Höhe von 280 Milliarden FMG für das Jahr 2002 nicht bezahlt. Die Lage der Firma verschlechtere sich aufgrund des Unvermögens, die ausstehenden Rechnungen einzutreiben, aber auch durch eine fruchtlose Verwaltung.
26. 7. Die Midi berichtet: Ravalomanana habe seinen Aufenthalt auf Réunion mit einer Unterschrift unter einen Vertrag zum Schutz französischer Investitionen in Madagaskar beendet. 200 französische Firmen seien in Madagaskar präsent und mindestens 300 weitere hätten mindestens einen französischen Aktionär. "Um unsere uralten Verbindungen zu verstärken" habe Ravalomanana einen Aufruf an Investoren gestartet "sind die willkommen, die bei uns investieren und arbeiten wollen". Diese Einigung sei ein "wichtiges Werk für die Sicherheit Ihrer Investments, aber auch ein starkes Signal, das den politischen Willen der madagassischen Behörden zur Öffnung und zum Umschwung zeigt". Abschließend: "Fertig mit Reden, laßt uns zum Handeln schreiten".
28. 7. Die Midi berichtet: Einfaches Zusamentreffen der Umstände? Der Präsident Marc Ravalomanana habe Antsirabe gewählt, Industriestadt par Excellence, um eine neue Serie von Maßnahmen zu Steueraufhebungen anzukündigen. Maßnahmen, die sicherlich das Verdienst haben würden, die privaten Investitionen wieder anzukurbeln, die aber schwierig zu verwalten seien, je nachdem, wie sie notwendigerweise die öffentlichen Einnahmen belasteten. Wenn beim alten Regime auf Seite der Geldgeber die goldene Regel immer gewesen sei, ein Maximum an Gütern und Diensten zu besteuern, um die Ziele der Steuerpolitik zu erreichen, so sei die Tendenz mit Ravalomanana eher im umgekehrten Sinne, da der Staatschef seit seinem Aufstieg zum dritten Mal Steueraufhebungsmaßnahmen ankündige. Das erste Mal sei es der Zement gewesen, das zweite Mal seien es Einfuhren für die Textilproduktion gewesen. Und letzten Samstag sei es die Ankündigung gewesen, die Steuern für landwirtschaftliche und industrielle Ausrüstungen aufzuheben. Ravalomanana habe angekündigt, es werde ab September keine Zölle und Steuern mehr auf die genannten Güter geben. Etwas detaillierter auf die Güter für den Transport: Lastwagen, Kleinlastwagen und Nutzfahrzeuge, sowie andere von Ravalomanana zitierte Produkte. Die Steueraufhebung sei ebenso die Regel bei Computern und der Ausrüstung der Informationstechnologie. Kurz, das werde "Null-Steuer", wie es der Präsident bezeichnet habe. Wenn man den Leuten für diese Produkte noch Steuern abverlangen wolle, solle man es dem Präsidenten mitteilen, habe er gesagt. Absichtlich in französisch sei die Rede Ravalomananas an die Geldgeber gerichtet gewesen und an die potentiellen nationalen und internationalen Investoren. Außerdem habe der Präsident der Republik angekündigt, daß mit der Entscheidung, die er treffen werde, eine fundamentale Änderung für das Umfeld von Geschäften in Madagaskar gegeben sein werde. Mit der Entscheidung der Maßnahme dieser wichtigen Steueraufhebung verstehe Ravalomanana es durch diesen Dreh, die wirtschaftliche Entwicklung eines starken und dynamischen privaten Sektors zu realisieren. Jedenfalls stelle diese Steueraufhebung einen Anreiz dar, nach Madagaskar zu kommen. Aber die Maßnahme lasse Fragen zu deren Umsetzung auftauchen. Mehr als wahrscheinlich seien die ersten Verantwortlichen der Regierung offensichtlich nicht von Ravalomanana vor der Bekanntgabe der Maßnahme einbezogen worden. Es falle also jeder beteiligten Verwaltungsabteilung zu, die geeigneten Maßnahmen zu treffen. Es werde Ravalomananas Last, die Geldgeber zu überzeugen. Er werde sicherlich diese Aufgabe im Interesse der Madagassen machen, die eine Wiederbelebung der Wirtschaft bräuchten. "Sie hören den Applaus dieser Madagassen" habe er an die Geldgeber gerichtet gesagt, die er bitte diese Steueraufhebungsmaßnahmen für mindestens 2 Jahre zu akzeptieren. "Den Madagassen die Zeit lassen, sich auszustatten" laut Ravalomanana, der außerdem die Steueraufhebung anderer beweglicher Ausrüstungsgüter angekündigt habe, wie Nähmaschinen, Kühlgeräte, Haushaltsartikel und andere Küchenutensilien. Kurz, Ravalomanana schätze, daß auch die Familienmütter die Notwendigkeit hätten, leichter mit Gaskochern, Radios und anderem ausgestattet zu sein. Die Ankündigung sei einfach, aber die Umsetzung werde jedenfalls schwierig. Die Anwendung der aufzuhebenden Steuern sei im Finanzgesetz vorgesehen, die Regel der Paralellität verlange, daß es ein Gesetz gebe, das das aktuelle Finanzgesetz klarstelle. Das bedürfe andererseits einer außerordentlichen Sitzung des Parlaments, nachdem die Budgettechniker sich über die Ausführung beraten hätten - sehr schwierig umzusetzen bei einem klarstellenden Gesetz, bei einer sehr kurzen Frist, da das Gesetz im September anwendbar sein solle. Die große Frage, die sich stelle, sei, wie die Techniker die verlorenen Einnahmen nach dieser Steueraufhebung ersetzen wollten. Für die Beobachter müsse die Lücke unerläßlich durch die Geldgeber finanziert werden, um das Gleichgewicht des Finanzgesetzes wiederherzustellen. Zumindest, wenn Ravalomanana nicht schon irgendein Versprechen habe. Auf die Antworten dieser Fragen wartend bemerke man, daß der Staatschef nicht die große Mehrheit der Madagassen vergessen habe. Es handle sich um die ländlichen Bauern und Viehzüchter, die leichter mit Dünger ausgestattet werden müßten. Bei diesem Punkt habe er sich an den Landwirtschaftsminister gewendet, der auch anwesend gewesen sei, um ein Produkt-Vorschuß-System einzuführen, das es dem Bauer erlaube, Dünger zu haben und danach zu bezahlen. Ein Ausbildungssystem für die Bauern werde ebenso eingeführt, um die Reisproduktion beispielsweise zu verdoppeln. "Wir dürfen keinen Reis importieren", habe Ravalomanana erklärt. Versprechen von Didier Ratsiraka, der sein Versprechen nicht gehalten habe, werde die Lebensmittelselbstversorgung durch Marc Ravalomanana realisiert? Man solle keine Angst haben, man solle nur Glauben.
29. 7. Die Gazette berichtet: Wie für den Zement und den Dünger würden die vom Präsidenten der Republkik angekündigten Maßnahmen zur Steueraufhebung zugunsten von Investitionen würden zu enormen Gewinneinbußen für den Staat führen. Die Erhaltung eines ausgeglichenen Budgets erweise sich als schwierig ohne kompensierende Maßnahmen, die der Finanzminister Benjamin Radavidson Andriamparany hzuwerst finden müsse, um danach akzeptieren zu können. Das sei keine einfache Angelegenheit. Nein, das Wachstum lasse sich nicht verordnen! Die Techniker wüssten es sehr wohl und begrüßten konsequenterweise die in Antsirabe durch den Staatschef angekündigten Entscheidungen, um die Investitionen wieder anzukurbeln, die Quelle des Wirtschaftswachstums. Ab jetzt bis 2006 sehe der Staat fast ein Verdoppeln des Niveaus der privaten Investments, die folglich von 3.450 Milliarden FMG dieses Jahr auf dann 6.223 Milliarden steigen solle. Wegen der Schwäche der nationalen Spartätigkeit beruhe dieses Ziel essentiell auf der internationalen Spartätigkeit. Das legendäre Lächeln der Madagassen reiche währenddessen nicht aus, die ausländischen Investments zu verlocken, die ihre Kapitalien dort plazierten, wo die besten Profite zugesichert seien. Kurz, die angekündigten Begünstigungen beim Zoll begännen im Rahmen der Promotion des Landes bei internationalen Investoren. Diese Promotion enthalte jedenfalls Kosten, die so enorm größer sind, als die Produkte, die Objekt der Steueraufhebung seien, von großem Wert seien (Maschinen, Computer, Werkzeuge und Material). Anders ausgedrückt werde der Verlust also bei weitem 28 Milliarden FMG übersteigen, verloren beim Zement, dem Dünger, den Baumaterialien... und der habe ausgeglichen werden müssen durch die Erhöhung des "droit dŽaccises" auf Schmierstoffe, Zigaretten und gewisse Luxusprodukte. Diese mangelnde Gewinnmöglichkeiten müßten währenddessen wieder angehoben werden, im Hinblick auf die Notwendigkeiten und die Ziele. Um die Armutsrate beispielsweise von heute ab in 10 Jahren um 50% zu reduzieren sei mindestens ein Budget von 1,9 Milliarden Dollar, wovon eine Milliarde noch zu finden sei. Bei den Annahmen im DSRP spreche man ebenfalls von festgestellten internen Zahlungsrückständen und von Rückerstattungen von Guthaben der Mehrwertsteuerfür einen Wert von 227 Milliarden FMG, der Bezahlung der Schuld von SOLIMA gegenüber der Zentralbank, die sich auf etwa 300 Millirden FMG belaufe, die Rückerstattung der Zentrale für pharmazeuitsche Einkäufe SALAMA für einen Wert von 12 Milliarden FMG... Die einfachste Lösung sei die Auferlegung höherer Steuern für andere Produkte, wie man es während der Steueraufhebung beim Zement und anderen Düngern getan habe. Das Problem sei, daß die Skala der Produkte, die hoch steuereinträglich seien, nicht viel konsumiert würden und somit das Loch nicht stopfen könnten. Die beste Lösung sei, die Steuereintreibung zu verbessern und das Steuervolumen zu vergrößern. Aber die Aufgabe sei nicht leicht für den Finanzminister, der eine wenig leistungsfähige Verwaltung geerbt habe. Sicherlich, es seien Programme zur Auffrischung am Laufen, zum Beispiel mit der Errichtung oder Neugestaltung von 30 Finanzämtern, der Computerisierung von 30 weiteren und des Zolls... Aber wenn die Finanzbeamten sich eher wie leicht reizbare Polizeibeamte mit Bestrafungen benähmen, als als darum besorgte Wirtschaftsvetreter, die Steuern ihres Dienstherren einzubringen, indem man die Kunden bestens behandelt, dann sträube sich der Steuerpflichtige, sich zum Finanzamt zu begeben und seine Steuerschuld zu begleichen. Schlimmer, bisher habe keinerlei Aktion zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu den Rechten und Bestimmungen bezüglich der Steuern stattgefunden. Außer dieser Budgetgymnastik habe der Minister Radavidson Andriamparany die schwere Aufgabe, die Geldgeber bezüglich dieses auf 2 Jahre ausgelegten Projekts zu überzeugen. Die Möglichkeit einer Finanzierung über Budgethilfen, die gewisse Geldgeber aktuell vorbereiteten, sei nicht auszuschließen. Das wäre ein Investment für das Wachstum.
23. 9. Die Midi berichtet: Die Unterschrift unter einen Vertrag zwischen der Bäckerei MOUFfrey und der Firma Pavaille sei eine Bekundung der schon spürbaren Auswirkungen der Maßnahmen der Steueraufhebungen durch den Präsidenten der Republik, Marc Ravalomanana. Dieses Investment sei unbestritten durch die Steueraufhebung leicht gemacht worden. Da die Güter der industriellen Ausrüstung sich unter den steuerbefreiten Produkten befänden, hätten die beiden Firmen natürlich viel gewonnen. Der Chef der Pavailler-Gruppe, der extra gekommen sei, habe in seiner Rede anerkannt, daß es nun "angebracht ist, in Madagaskar Geschäfte zu machen". Auf jeden Fall könne dieses Geschäft mit seinen 2 Millionen Euro Investitionssumme, etwa 14 Milliarden FMG, nur gewinnbringende Effekte für die madagassische Wirtschaft haben. Besonders durch die Beschäftigungen, die sie erzeugen würde und durch die Verbesserung der Qualität des Brots. Man vernehme, daß MOUFfrey 20 Backterminals auf den Markt bringen werde, eine moderne Ausrüstung, die den Auslieferern erlaube, den Konsumenten 24 Stunden am Tag warmes Brot zur Verfügung zu stellen. Die Kapazität dieser neuen automatischen Bäckerei sei 200.000 Brote pro Tag. Und die gewinnbringenden Effekte seien nicht zu vernachlässigen. Ganz zuerst werde Madagaskar sich mit einer neuen modernen Industrie-Bäckereieinheit mit bester Qulität ausstatten, danach und besonders durch die vielen Beschäftigungen, die geschaffen würden.
2. 10. Die Midi berichtet: Eine Delegation der Firma Microsoft wolle Madagaskar besuchen. Eines der Gebiete, denen der Besuch gelte, sei die mögliche Einführung der Software in madagassischer Sprache.
Vertreter des Handelsgewerbes hätten erklärt, daß ihre Umsätze sich wegen der Steuerbefreiungen in einem Monat um 10% erhöht hätten.
Die Steueraufhebung beginne, ihre Früchte zu tragen. Zahlreiche Firmen versuchten, von dieser zeitweisen Maßnahme (derzeit ist die Anwendung auf 2 Jahre beschränkt) zu profitieren, sei es, um bestehende Einheiten zu vergrößern oder neue Fabriken zu errichten. Außerdem ermutige die Aussicht auf ein Sinken der Tarife der elektrischen Energie die Unternehmer.
3. 10. Die Midi berichtet: Die Transportgesellschaft Colis Express (ähnlich DHL, aber auf Madagaskar beschränkt) habe bereits 39 Büros über das Land verteilt und man wolle das Beste tun, um künftig ganz Madagaskar abzudecken. Um das zu tun und um eine schnellere Auslieferung zu erreichen, werde man ab November ein Ultraleichtflugzeug einsetzen. Ein zweites Flugzeug des gleichen Typs werde man Anfang 2004 zur Verstärkung einsetzen. Jede Woche befördere die Gesellschaft um 5000 Frachstücke und Pakete.
6. 10. Die Midi berichtet: Laut den Statistiken des Tourimusministeriums enfielen 7,3% der Besucher auf die Provinz Antananarivo, während die Region des Südens an der Spitze stehe mit 38,4% der Besucher, gefolgt von der Nordregion mit 21,1%. 56% dieser internationalen Besucher seien Franzosen und 10% Besucher aus Réunion.
Im Reservat von Ankarafantsika gebe es etwa 200 Fosa (Frettkatze), endemisch in Madagaskar. Wegen der Übernutzung des Waldes komme es dazu, daß die Fosas in den angrenzenden Dörfern umherschlichen und dort ihre Nahrung in den Hühnerställen der Anlieger suchten. Angesichts dieser Situation, im Interesse beider Parteien, aber auch der anderen im Wald lebenden Arten im Reservat, habe das Institut für die Erhaltung der tropischen Umwelt (Institut pour la conservation des environnements tropicaux ICTE) eine Kampagne durchgeführt. Zur Einführung der Sensibilisation habe man sich zuerst auf die Kinder konzentriert. Gemäß den Verantwortlichen des ICTE erkläre sich diese Wahl durch das Sprichwort "Der beste Lehrer ist das Kind". Das Lehrprogramm für die Kinder habe auf der Bewußtwerdung der Wichtigkeit der biologischen Vielfalt ihrer Region und ihrer Erhaltung basiert. Die Kinder hätten 3 mal in der Woche Unterricht erhalten und auch mehrfach den Nationalpark besucht, um die Situation vor Ort zu sehen. Über diese verschiedenen Maßnahmen hätten die Kinder Grundlagen der biologischen Vielfalt der Pflanzen und Tiere kennengelernt. Sie seien ebenso in die fundamentalen Themen, wie das Wasser, die Erhaltung, die Entwaldung, die Landwirtschaft, den Ökotourismus und die verschiedenen Mittel, wie sie ihren Beitrag zur Gesellschft leisten könnten, eingeführt worden. Die Organisatoren hofften, daß in der Zukunft die Lehrkräfte der Grundschulen diesen Kurs weiterführten, damit die Kinder mit einem besseren Verständnis für die Umwelt aufwachsen würden.
Das System der Intensivkultur für Reis (Système de Riziculture Intensive SRI )sei von dem Jesuiten und nicht weniger Ingenieur der Agronomie Henri de Laulanié in Antsirabe vor 20 Jahren, 1983, entdeckt worden. Diese Kultivationsmethode, die weder chemischen Dünger noch mechanisierte Werkzeuge benötige, erbringe einen Ertrag von 23 Tonnen je Hektar, gegenüber dem nationalen Durchschnitt von 2 Tonnen je Hektar. Um das Werk des Bruders Laulanié allgemein zu verbreiten, hätten seine alten Studenten und sieben NGOŽs 1990 einen Verein mit dem Namen "Tefy saina" gegründet (ATS). Momentan habe durch glückliche Umstände eine Zusammenarbeit zwischen dem produzierenden Sektor, Bildungseinrichtungen und dem Organismus für humanitäre Aktionen realisiert werden können. Es handle sich um die Kooperation zwischen dem ATS, der Bildungs- und Forschungseinheit der Universität Antananarivo (UFR Journalisme), der Journalismushochschule von Lille in Frankreich und dem Rotary-Club von Lille Ost in Frankreich. Frucht dieser Partnerschaft ist die Geburt einer Webseite, um die Intensive Reiskultur allgemein unter der Adresse www.tefysaina.org zu verbreiten. Auch wenn die technische Basis und der Nutzen der Intensivkultur für Reis dargelegt und erklärt seien, so gebe es keine Erwähnung für die Motive des Zögerns einiger Bauern gegenüber der Anwendung der Intensiven Reiskultur. Durch die Einrichtung dieser Seite hoffen die verschiedenen Partner, Finanzierungen für die Ausbildung der madagassischen Bauern in der Intensiven Reiskultur finden zu können. Wenn Ravalomanana die Reisproduktion des Landes verdoppeln will, dann soll er dafür sorgen, daß dieses System angewendet wird. Die Investition in die Ausbildung der Bauern ist einmalig - Dünger muß jedes Jahr wieder neu gekauft werden! Schon das einfache Wissen, daß, wenn man den Reis einfach ein paar Tage früher auspflanzt, soll dazu führen, daß die Pflanze 20 bis 30 Ähren entwickeln soll, anstatt üblicherweise 10. Und wenn auch viele andere Reisanbauländer sich für dieses in Madagaskar entwickelte System stark interessieren, dann wird doch einiges dran sein! Wozu muß Madagaskar chemische Dünger importieren - und das auch noch befreit von Steuern? Es gibt genug Zebus, die Mist machen! Wird Madagaskar quasi verkauft und die Bauern sollen in eine Abhängigkeit von der ausländischen chemischen Industrie gebracht werden? Man kann sich dieses Eindrucks schwer erwehren. Siehe auch den Artikel vom 28. 9.
7. 10. Die Midi berichtet: Nur 12% der Minenunternehmer zahlten ihre Abgaben an den Staat. Außer Steuern und Impôts (auch eine Steuerart) hätten die Unternehmer im Minenbereich noch Abgaben für die Miete des Geländes zu zahlen und schließlich noch eine weitere Abgabe. Gewisse Unternehmer deuteten mit erhobenem Finger auf die im Vergleich mit der effektiven Produktion exorbitant erhöhten Abgaben. Auf jeden Fall sei das Nichtzahlen schädlich für die Verwaltung und die unternommenen Aktionen zur verbesserten Eintreibung könnten nur gut sein für den Minensektor.
8. 10. Die Midi berichtet: Die Versorgung mit Wasser im Süden werde mehr und mehr problematisch. Die Niederschlagsmenge sei weniger als 10mm für den August. Bensonders an der Küste sei der Niederschlag zumeist fast Null. Ein Eimer Wasser koste zwischen 500 FMG und 1500 FMG, abhängig von der jeweiligen Gemeinde. Eine allgemeine Erhöhung der Preise um 50% sei in der Region, in der das Frühwarnsystem tätig sei, festgestellt worden. Der mangelnde Niederschlag werde sich auch auf die Ernteperspektiven auswirken. Reis und andere Nahrungsmittel hätten eine leichte Preissteigerung im August erfahren.
9. 10. Die Midi berichtet: Es wird über die Schwimmbäder in Tana und ihre Eintrittspreise und Öffnungszeiten berichtet. Die meisten der öffentlich zugänglichen Bäder (vermutlich zumeist Freibäder) kosteten 5000 FMG Eintritt. Dann gebe es in verschiedenen Hotels Schwimmbäder. Beim Solimotel sei der Preis 7500 FMG, beim Hotel Panorama koste der Eintritt inklusive Getränk 20.000 FMG, beim Hilton koste der Eintritt inklusive Getränk 50.000 FMG und beim Hotel Colbert koste der Eintritt 150.000 FMG, wobei das Wasser geheizt sei und Sauna und andere Angebote inklusive seien.
13. 10. Die Midi berichtet: Der Tourismusminister Mahazoasy habe erklärt, in ganz Madagaskar seien 17 Hotels zu privatisieren. 4 Hotels sein bei der Durchführung, das Betty Hôtel auf Sainte Marie, das Zahamotel in Mjunga, das Hilton Madagaskar in Tana und das Hôtel des Thermes in Antsirabe. Außerdem habe der Minister bekanttgegeben, daß 70% der Hotels sich gemäß der Regeln verhielten, aber tatsächlich gebe es auch Hotels ohne Genehmigung und andere respektierten nicht die geforderten Normen und Bedingungen gemäß der Klassierung. Die den Kunden von manchem Personal gebotenen Serviceleistungen behinderten gleichsam die Infrastruktur der Hotellerie und Restauration.
15. 10. Die Midi berichtet: Die Serie der Nummernschilder mit TAE in Tana sei nach 13 Monaten und 15 Tagen beendet, gegenüber 9 bis 10 Monaten bei den vorhergehenden Serien (TAC, TAD). Man veranschlage den fahrenden Autopark der Provinz Antananarivo auf 120.000 Fahrzeuge aller Klassen, wobei 110.000 auf die Hauptstadt entfielen. In einer Reihe aufgestellt würde das auf zwei Spuren einen Stau von 350 km ergeben, etwa der Distanz Tana Ambositra auf der RN7. Also, wer könne die permanenten Staus der Hauptstadt und ihrer Umgebung erklären, wo das Straßennetz weniger als 200km betrage. Mit 1000 Neuregistrierungen pro Monat habe Tana keine andere Wahl, und müsse manch bestehende Straße vergrößern und neue Straßen dazubauen. Der nächste Bürgermeister der Hauptstadt wisse, was ihn erwarte.
18. 10. Die Midi berichtet: Sechs zehntel der Madagassen seien schlecht ernährt, das seien 9 Millionen Menschen. 52% davon seien Kinder unter 5 Jahren und schwangere oder stillende Frauen. Was am wenigsten akzeptabel scheine, sei, daß die Mehrzahl derer, die keinen Zugang zu normaler Ernährung hätten, in den ländlichen Regionen lebten - trotz dem landwirtschaftlichen Potential und den reichen Bodenschätzen. Um an der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Landes teilzunehmen müße die Bevölkerung gut ernährt sein. Nun, es sei festzustellen, daß viele Kinder das Erwachsenenstadium nicht erreichten und viele Erwachsene entwickelten nicht ihre ganzen Möglichkeiten und Potentiale. Was fehle, um diese Situation verblassen zu lassen, das sei der politische Wille, den Hunger zu bekämpfen. Zahlreich seien die, die sich verbal auf diesem Weg befänden, aber wenige unter ihnen stimmten den erforderlichen Anstrengungen im entsprechenden Rahmen zu. Das Land müsse sich also künftig damit beschäftigen, ein günstiges Umfeld zu schaffen, um Mittel zu mobilisieren und Programme einzuführen, damit die Bevölkerung den Hunger meistern könne. Um das zu tun, organisiere das Landwirtschaftsministerium und die FAO jedes Jahr zum weltweiten Tag der Ernährung am 16. Oktober den Tag Telefood, wo Geld gesammelt werde. Es wäre doch wohl eher die Aufgabe der Regierung, dafür zu sorgen, daß die Bevölkerung genug zum Essen hat! Man lese (nochmals) den Artikel vom 6. 10. zur Reiskultivierung und überlege.
20. 10. Die Midi berichtet: Etwa 65 Internetcafes seien im September in Tana gezählt worden. Das sei der Schluß, den die Firma Blueline aus einer durch ihre Marketingabteilung gemachten Marktuntersuchung gezogen habe. Vor etwa 2 Jahren seien die ersten Internetcafes des Landes gegründet worden. Die Zahl der Internetprovider sei aber gering. Der größte Teil des Marktes entfalle auf die Gesellschaft Blueline, dann folgten DTS und Simicro. Von 50 befragten Internetcafes hätten die 43 antwortenden angegeben, insgesamt 470 Computer zu benutzen, wobei 86% davon ans Internet angeschlossen seien. Bei 50% der Läden meine man, man müsse die Zahl der Computer um 6 erhöhen, wenn sich die Möglichkeit biete. Man stelle fest, daß in jene Örtlichkeiten jeden Tag etwa 50 Kunden gezogen würden, wobei es zu bestimmten Uhrzeiten zu einer pulkartigen Nachfrage komme. Moniert hätten die Verantwortlichen der Internetcafes das Problem der unwirksamen telefonischen Hilfe. Wenn vor einigen Monaten noch Marktteilnehmer die monatliche Einfuhr von 700 Computern nach Madagaskar geschätzt hätten, so seien es jetzt, nach der Steueraufhebung, etwa 1000.
21. 10. Die Midi berichtet: Interview mit der Firmenchefin von Blueline, Cécile Hervé: Bei Gründung der Firma im Jahr 1997 habe man 5 Mitglieder gezählt, heute seien es 80 Personen, die für die Firma arbeiteten - hauptsächlich im Bereich des Internets. Man habe viel dafür getan, daß die Leute surfen könnten. Selbst in entfernten Regionen (von der Hauptstadt) begänne man, den Tag zu sehen, dank leistungsstarker Vsat-Antennen, ohne vom Zugang über Modem zu sprechen. Die Verbesserung der Telekommunikationsinfrastruktur trage effektiv zur Verbesserung der Internetdienste bei, aber es sei nicht nur das. Die Leute müßten auch wissen, was das Internet sei. Ein weiterer Punkt sei der bezüglich der Kosten der Dienste. Faktisch sei alles eine Frage der Kosten. Um das Internet schnell und effektiv in einem Land wie Madagaskar entwickeln zu können, müsse man um jeden Preis alles tun, um die Kosten zu senken. Man müsse nach einem Internet mit niedrigen Kosten streben. Der Eintritt einer großen Zahl von Unternehmen auf dem Markt erlaube, unter anderem, dort hinzukommen.
22. 10. Die Midi berichtet: Die Wettbewerbsfähigkeit der madagassischen Wirtschaft sei gestraft mit den exzessiv erhöhten Stromkosten. Wegen dieser hohen Stromkosten zögen es Investoren vor, in anderen Ländern zu investieren. Jedenfalls habe das aktuelle Regime diese Situation verstanden und der Präsident Ravalomanana selbst habe der Regierung nahegelegt, Wege zu suchen, damit Jirama seine Tarife senken könne. Und das Sinken der Strompreise sei nicht aus dem Reich der Träume. Sie sei möglich, hänge aber von dem Sinken der Brennstoffpreise ab. Und in diesem angeregten Punkt sei es eine Option, Jirama zu erlauben, seinen Dieselkraftstoff für seine Kraftwerke mit Dieselmotor selbst zu importieren, die noch immer etwa die Hälfte der Energiequellen in Madagaskar darstellten. Die Gesellschaften, die an Jirama verkauften, hätten schon eine Gewinnmarge von 15%, aber Jirama müsse zu gleichen Konditionen einkaufen können, wie die Mineralölgesellschften. Der Eigenimport durch die Jirama könne, laut Spezialisten des Sektors mindestens 36 Milliarden FMG im Jahr betragen.
28. 10. Die Midi berichtet: Die Region von AmoronŽi Mania (gehört in die Region von Ambositra) sei berühmt für ihre Bienenzucht und ihren typischen Geschmack des Honigs. Es gebe über 1500 Imker, die in verschiedenen Vereinigungen zusammengeschlossen seien. Der Großteil der Bienenzüchter dieser Region sei in der Region im Osten, besonders in den famosen Felsen "Zafimaniry", wo die natürlichen Gegebenheiten sehr günstig seien. Mit seinen 20.000 gezählten Bienenstöcken erreiche die ganze jährliche Produktion eine Million Liter, ohne die Produktion des Bienenwachses zu zählen. Mit einem Preis von 12.500 FMG durchschnittlich pro Liter sei dieser Zweig sehr interessant. Aber dies unter der Bedingung, daß die Züchter dort sich aktiv an der Qualitätssicherung und an der Steigerung des Erttrags beteiligten. Unglücklicherweise sei die Bienenzucht mit der Schädigung der Natur, mit Buschfeuern und Naturkatastrophen, wie Zyklonen, konfrontiert...
Bei den Unternehmen der Freihandelszone sei die Vollbeschäftigung nicht wieder Realität. Aber die Situation sei mehr als ermutigend, denn von den 110.000 nach der Krise von 2002 verlorenen Arbeitsplätzen seien 80.000 wieder geschaffen worden. Besser, die letzten von der Regierung getroffenen Maßnahmen der Erleichterung hätten den Sektor aufgeputscht.
29. 10. Die Midi berichtet: So, wie von Anfang an präzisiert gewesen sei, so unterliege der Zugang der Ausländer zum Grundeigentum besonderen Bestimmungen. Es sei die ganze Prozedur von jedem Ausländer zu befolgen, der Immobilien erwerben wolle. Er müsse beim Premierminister eine aus verschiedenen Teilen bestehende Akte abgeben. Genauer, ein vom Interessenten ausgefülltes Antragsformular, welches die Verwaltung bereitstelle; ein Zertifikat, welches die Eintragung der Immobilie und ihre juristische Situation bescheinige, deren Erwerb gewünscht werde; eine Ehrenerklärung zu den Immobilien, von denen der Antragsteller Inhaber in Madagaskar sei; eine Nationalitätsbescheinigung; ein Plan und ein Investitionsprogramm; eine Bescheinigung zum Beitrag von Investitionsmitteln über oder gleich 500.000 US$ (sei 3 Milliarden FMG) oder jede andere Devise im entsprechenden Wert. Es sei ein Einheitsschalter kreiert worden, der damit beschäftigt sei, die Anträge zum Erwerb von Immobilien von den Ausländern zu prüfen. Die ausgestellte Genehmigung müsse entsprechend der folgenden maximalen Flächen sein: Im Banken- und Versicherungssektor 10.000m²; Im Immobiliensektor 15.000m²; Im Tourismussektor 25.000m²; Andere: 5000m². Ausnahmen könne, entsprechend der Investitionssumme in Devisen, zugestimmt werden. Die Investitionszonen seien per Verfügung vom Ministerium, das für die Besitzungen zuständig sei und seine Befugnismacht an den Exekutivchef jeder Provinz abgeben könne, festgesetzt. Auf jeden Fall würden die Verantwortlichen am Anfang das Terrain auf die Probe stellen, um nicht die Grenzsteine zu überschreiten.
Der Einheitsschalter für Investitionen und für die Entwicklung der Unternehmen (Guichet Unique des Investissements et du Développement des Entreprises GUIDE) werde morgen offiziell eröffnet. Eingerichtet worden sei der GUIDE vom Premierminister und dem Minister für Handel, Industrie und Entwicklung des privaten Sektors und befinde sich im 2ten Stock des Hauses von ARO Ampefiloha. Er habe zum Ziel, die Behördengänge zu erleichtern, die Prozeduren zu beschleunigen, die sich auf die Gründung von Firmen bezögen, zur Ausstellung von diversen Genehmigungen, die von verschiedenen Ministerien herrührten, speziell jene der Industrie und des Tourismus, zur Gewährung von Visas und der "carte de résident" und zum Zugang zum Grundeigentum.
30. 10. Die Midi berichtet: Der Wirtschafts- Haushalts- und Finanzminister Benjamin Radavidson habe erklärt, daß die Wachstumsrate von 9,6% eine Realität sei und warum die Journalisten es nicht glauben wollten, indem er betonte, daß die Dokumente, die dies aussagten, schon vor 3 Wochen verteilt worden seien. Mit den vergleichbaren Resultaten jedes Jahres habe man diese Schwelle für den Monat September erreichen können.
Mit dem Eintritt Chinas in den OMC 2001 sowie mit dem Ende des Vertrags über Textilien und Bekleidung am 31. Dezember 2004 werde das aktuelle System der Kontingente hinfällig. So werde China der erste Profiteur davon sein und auf Umwegen riskiere man, den ganzen Weltmarkt aufzunehmen, zum Nachteil der anderen Länder, die Textilien herstellten. Madagaskar entkomme dem nicht. Das sei der Grund, warum die Vereinigung der Freihandelszonenunternehmen in Partnerschaft mit dem International Trade Center ITC eine Konzertationsversammlung mit den lokalen Wirtschaftsunternehmern organisiert habe, um Sri Lanka als Beispiel zu nehmen. Es sei angesprochen worden, daß die chinesischen Textilexporte auf die amerikanischen und europäischen Märkte sich infolge des Wegfalls der Quoten bis zu 85% erhöhen könnten - und das mit einem sehr wettbewerbsfähigen Preis. Zur Veranschaulichung: Der Verkaufspreis des Landes sei derzeit das doppelte dessen von China. Selbst die Vorteile durch die AGOA II zugunsten der afrikanischen Staaten erlaubten nicht, mit den chinesischen Preisen zu konkurrieren. Auf amerikanischer Seite wolle man die Anzahl der Lieferländer reduzieren. Um mit China, das mit seiner Technologie schon weit fortgeschritten sei, eher konkurrieren zu können, hätten die Beteiligten die Vorgaben dazu gemeinsam definiert. Es handle sich beispielsweise um eine Reduzierung der Be- und Entladungszeiten der Schiffe auf unter 3 Stunden nach dem Anlanden der Schiffe, wie in Dubai zum Beispiel. Der Transport mit Lastwagen zum Lager des Unternehmens müsse innerhalb weniger Stunden und billiger geschehen und nicht wie derzeit, wo es eine Woche dauere. Andererseits sei das madagassische Geld zu stark, im Vergleich zu den Devisen und bestrafe die Exporteure. Es gebe eine Verantwortlichkeit zwischen den Unternehmern und dem Staat, wenn man sich eine Strategie des Überleben und der Entwicklung der madagassischen Textilindustrie aneignen wolle. Aber sei das realistisch?
Air Madagaskar plane für Mai 2004, eine zweite Boeing 767 anzuschaffen, um die Strecken Tana - Bangkok und Tana - Mailand bedienen zu können. Auf der Strecke Tana - Paris habe man eine Auslastung von 82%, was die Gesellschaft mit der Konkurrenz vergleichbar mache. Es gebe inzwischen 20 Abkommen mit anderen Linien, daß die von der jeweils anderen Gesellschaft ausgestellten Tickets anerkannt würden, was eine Rückkehr des Vertrauens der Partner belege. Die Wahl Bangkoks biete gegenüber Singapur einige Vorteile. So sei der Tarif nach Bangkok billiger, als nach Singapur und außerdem werde ein Vertrag mit Thai Airways einen wettbewerbsfähigen Tarif nach Tokyo erlauben. Noch vor Mitte Novemeber werde man eine Internetseite unter http://www.airmadagascar.mg haben. Schöne Perspektiven für den madagassischen Himmel.
Die englische Fluggesellschaft British Airways werde auch in Madagaskar operieren, was die Zahl der Gesellschaften, die Madagaskar bedienten, auf 4 steigen lasse, nach Air France, Air Madagascar und Corsair. Letztere sei jedoch nur eine einfache Chartergesellschaft.
31. 10. Die Midi berichtet: Die Einrichtung des GUIDE beweise den Willen der Regierung, mit Innovationen zur Arbeitsweise beizutragen, habe der Vizepremierminister Zaza Ramandimbiarison während der offiziellen Eröffnung des GUIDE erklärt. Die Effektivität des GUIDE stelle tatsächlich eine echte Revolution beim Firmengründen dar, wo der Schalter doch Leistungen von 9 verschiedenen Ministerien einschließe und es in einer Rekordzeit erlaube, alles unter einem Dach, die Akten einer Firmengründung abzuschließen. Mission dieser neuen Struktur sei, den Investoren Informationen, Ratschläge und Orientierungen zu liefern. Aber auch, alle Verwaltungsabläufe zu vereinfachen, die sich bezögen auf die Gründung, Änderung und Beendigung von Aktivitäten und jede Form von Firmen, auf die Gewährung von Visas für ausländische Investoren, auf die Gewährung einer Arbeitserlaubnis für ausländische Lohnempfänger, auf die Entgegennahme und auf die Unterweisung von Mietvertägen und den Erwerb von Geländen durch ausländische Investoren und die Gewährung von damit zusammenhängenden Autorisationen; auf Voranfragen, die Autorisierung von Firmen, die Tätigkeiten im Tourismusbereich vorsähen; die Gewährung einer Genehmigung zur Freihandelszone. Wenn zuvor die Formalitäten über verschiedene Ministerien und öffentliche Einrichtungen verstreut waren und erst nach Wochen und Monaten hätten erledigt werden können, so könnten sie derzeit sehr schnell beim GUIDE erledigt werden. Zum Beispiel könne die Gewährung von Visas an ausländische Investoren innerhalb von 2 Tagen erfolgen, wenn alle erforderlichen Akten angemessen ausgefüllt und komplett seien. Der GUIDE beschäftige sich ebenfalls damit, ein System der Kommunikation der Privatunternehmer zu etablieren. Indem sie den GUIDE eingerichtet habe verstehe die Regierung ihre Rolle des Regulateurs und Erleichterer von Privatinvestitionen auf jeden Fall perfekt zu spielen - mit dem Ziel, die schnelle Entwicklung zu erreichen.
746 Einrichtungen im Hotelbereich mit 9108 Zimmern gebe es in ganz Madagaskar. Das sei die Aufnahmekapazität. Aber sie müsse verbessert werden, um die geplanten 500.000 Touristen jährlich im Jahr 2007 empfangen zu können, habe der Tourismusminister Mahazoasy gesagt. Die Zahl der im ersten Semester 2003 in Madagaskar angekommenen Touristen übersteige mit 69.225 bereits die Zahl (61.674) des ganzen letzten Jahres und könne die Sch&au |
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